Aktuelles

16.09.2016 - Mehr Tierwohl für Sauen und Ferkel

shutterstock 140890144Projekt InnoPig: Landwirtschaftskammer und Uni-Forscher untersuchen Nutzen und Risiken verschiedener Abferkel- und Aufzuchtsysteme.

Wie unterschiedliche Haltungsmethoden für Sauen und Ferkel sich auf Tierwohl, Tiergesundheit, Wirtschaftlichkeit und Arbeitsschutz auswirken und welche Methode am besten funktioniert, untersuchen in den nächsten drei Jahren Experten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Uni-Forscher in der frisch umgebauten Versuchsstation der Kammer in Wehnen (Kreis Ammerland) vor den Toren Oldenburgs. Am 15. September wurde das Forschungsprojekt InnoPig offiziell gestartet.
Für InnoPig arbeiten die Christian-Albrechts-Universität Kiel, die Georg-August-Universität Göttingen, die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, die Unternehmen Big Dutchman International GmbH und Alfons Greten Betonwerke GmbH, die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands, das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland sowie die Landwirtschaftskammern Niedersachsen und Schleswig-Holstein als Projektpartner zusammen. „Wir wollen möglichst praxisnah eine vernünftige Entscheidungsbasis für die Landwirte schaffen, die neutral und unabhängig ist“, fasst Stefan Sagkob, bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zuständig für das Versuchswesen in der Tierhaltung, das Ziel des Projekts zusammen. Es wird gefördert durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung und die Landwirtschaftliche Rentenbank.

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22.08.2016 - Bartels gegen das Taktieren von DüngeVO und Düngerecht

DSC02247Der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland e.V. appelliert eindringlich an die Koalitionspartner von SPD und CDU/CSU in Berlin, das endlose Taktieren zu den Inhalten der Düngeverordnung und des Düngegesetzes einzustellen und dem vorliegenden Entwurf zuzustimmen. „Die Zeit läuft uns davon“, so Bartels. „Wir warten seit Jahren auf dringend notwendige Regelungen zum Düngerecht, die Transparenz, Kontrolle und Verlässlichkeit im Interesse von Grundwasser und Boden bringen“, so seine Aussage. Dies sei auch im Interesse der ordnungsgemäß wirtschaftenden Betriebe, die zu Unrecht häufig unter Generalverdacht stünden. Es sei schlichtweg unverantwortbar wegen geringer Differenzen im Randbereich der Verordnung das Inkratfttreten zu blockieren.

Zumal die in der Praxis dringend erforderlichen Kernpunkte, die für den ordnungsgemäßen Umgang mit den Nährstoffen von höchster Bedeutung sind, unstrittig sind. „Das Ziel einer bedarfsgerechten Düngung in der breiten landwirtschaftlichen Praxis mit einer effizienten düngerechtlichen Überwachung erfordert zunächst den „Soll-Ist-Abgleich“ zwischen den betrieblichen Düngebedarf und der tatsächlichen betrieblichen Düngung.“ Das sei essentiell und mit dem vorliegenden Entwurf vollständig erreichbar.

Schlimm sei auch, dass durch die Verzögerung Gärreste, die bisher nicht in die vom gegen-wärtigen Recht festgelegte Stickstoffobergrenze von 170 kg/N/ha berücksichtigt werden. Das seien alleine für Niedersachsen 19 Mio. Tonnen Gärsubstrate. Dazu kämen noch Komposte, etc.

Ebenso seien Kontrollen bezüglich der Abgabeverträge mit Lohnunternehmen und deren Einhaltung, die Bestandteil der Baugenehmigungen von Ställen sind, durch die zuständigen Behörden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich. Hier zeige sich: Das Beste ist des Guten Feind.

Auch wenn noch in diesem Jahr die Rechtsgrundlagen verabschiedet werden, wird deren Umsetzung durch Länderregelungen noch ca. zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen, stellte Bartels fest.

26.07.2016 - Landwirtschaftsminister Meyer informiert sich über das aniplus-Portal

Bild MInisterAm 26.07.2016 kamen die Förderer des aniplus-Projektes im Kreishaus Cloppenburg zusammen, um sich Eindrücke über das Informationsportal zu verschaffen. Insbesondere Landwirtschaftsminister Meyer zeigte sich sichtlich beeindruckt von dem Projektfortschritt und lobte die Plattform. Diese habe für die Zukunft der Nutztierhaltung in der Region eine hohe Bedeutung und biete den Landwirten eine hilfreiche Unterstützung bei der Optimierung der Tiergesundheit. Er wies ebenso darauf hin, dass der Antibiotika-Einsatz in der Landwirtschaft in den vergangenen anderthalb Jahren deutlich gesunken sei. Bei Mastschweinen etwa sei die Verabreichung der Medikamente um über 50% gesunken. Auch Uwe Bartels, der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums, hob das besondere Engagement der Region und der beteiligten Akteure hervor. Zufrieden mti dem Ergebnis zeigten sich auch die weiteren Förderer, die Metropolregion Nordwest sowie die Landwirtschaftskammer neben den Landkreisen Vechta und Cloppenburg. Dr. Maria Gellermann konstatierte abschließend: "Das Oldenburger Münsterland ist nicht nur eine Region mit großen Herausforderungen, sondern vielmehr eine Region der Lösungsansätze und Potenziale."

31.05.2016 - Bundesminister Schmidt ist jetzt gefordert

shutterstock 205350004Die gegenwärtigen Aktivitäten auf Bundesebene für Hilfen vom Marktgeschehen betroffener Milchbauern sind unzureichend, weil sie den entstandenen finanziellen Schaden nicht annähernd abdecken und die eigentlichen Herausforderungen nicht angehen.

„Es fehlt eine schlüssige Gesamtstrategie für eine Landwirtschaft, die gleichermaßen international wettbewerbsfähig und gesellschaftlich akzeptiert ist", erklärte der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland, Uwe Bartels. Die finanziellen Hilfen des Staates gleichen nur zum Teil die am Markt entgangenen Erlöse aus, während der selbe gleichzeitig aufgrund gesellschaftlichen Drucks durch Auflagen im Tierwohl -und Umweltbereich immense Investitionen bei den Landwirten auslöst, die der ums finanzielle Überleben kämpfende Landwirt nun obendrein zu schultern hat.

Hierauf und auf die immer wiederkehrenden Marktturbulenzen eines globalen Marktes eine stimmige und wirkungsvolle Antwort zu finden, das muss Politik und Gesellschaft jetzt gelingen, will man nicht von einer Krise in die nächste schlittern.

„Es ist höchste Zeit, dass alle Akteure sich von ihren jeweiligen extremen Positionen verabschieden und im Interesse einer zukunftsfähigen Agrar- und Ernährungswirtschaft auf die Gemeinsamkeiten besinnen. Die gesamte Wertschöpfungskette der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Deutschland ist ein hohes Gut, das gegenwärtig hochgradig gefährdet ist, wenn weiterhin tatenlos zugesehen wird, wie ein wichtiger Baustein - die Urproduktion – wegbricht", so Bartels. Isolierte Einzelmaßnahmen bringen nicht weiter. Vorschläge für eine nationale Strategie liegen allein schon durch das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirates bei dem Agrarministerium vor. Es fehle, so Bartels, offenbar der Mut, konkret mit den Marktbeteiligten und den Ländern über ihren jeweilig zu erbringenden Beitrag zu verhandeln.

14.03.2016 - AEF blickt auf 10-jährige Erfolgsgeschichte zurück

DSC 0404 Foto Vorstand

Auf das zehnjährige und erfolgreiche Bestehen des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (kurz: AEF) blickte der Vorsitzende und ehemalige Landwirtschaftsminister Uwe Bartels im Rahmen der gestrigen AEF-Mitgliederversammlung zurück. Rund 120 Zuhörer fanden sich im Kreishaus Cloppenburg zusammen. Im Anschluss zog Prof. Dr. Eberhard Haunhorst, Präsident des Nds. Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (kurz: LAVES), Zwischenbilanz zur 16. Novellierung des Arzneimittel-gesetzes in der Tierhaltung.

Mit der Idee, der regionalen Agrar- und Ernährungswirtschaft eine starke Stimme zu geben, sei vor beinahe genau 10 Jahren das AEF gegründet worden. Bartels würdigte in seiner Rede das Engagement aller damaligen Gründungsmitglieder. Das AEF werde heute von seinen Gesprächspartnern auf der politischen und verbandspolitischen Ebene als seriöser und konstruktiver Partner wahrgenommen. Es arbeite aktiv mit in allen wichtigen Schaltstellen und könne so Lösungsansätze für bestehende Herausforderungen einbringen. „Wir wollen Veränderungsbereitschaft zeigen, wo Handlungsbedarf ist und uns nicht verstellen. Dazu sind wir dialogbereit mit Regierenden, NGOs und Gesellschaft", so die zentrale Aussage Bartels'. Dabei dankte der Vorsitzende auch den Mitgliedsunternehmen für deren herausragende Mitwirkung an den bestehenden Herausforderungen. Nur durch deren kreativen und gestalterischen Sachverstand sei das AEF in der Lage, Alternativideen und Projekte zielführend zu konzipieren und an entsprechender Stelle einzubringen.

In einer kürzlichen Strategiesitzung seien gemeinsam mit dem Vorstand neue Handlungsfelder für das AEF definiert worden. Dabei richte sich das Augenmerk neben den bestehenden Themen Tierwohl, Tiergesundheit, Nährstoffproblematik und Zukunftsstrategien für die Branche, künftig auch auf die Aspekte Marktmacht des LEH, Pflanzenproduktion und Imageverbesserung.

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