Aktuelles

21.09.2017 - Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch


Fotolia 72373037 SAEF lädt am 10.10.2017 zur Informationsveranstaltung ein

„Die Afrikanische Schweinepest (ASP) rückt näher an Deutschland heran und ist faktisch kaum mehr aufzuhalten. Die Situation ist mehr als besorgniserregend“. Dies erklärte der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (AEF), Uwe Bartels.

Die Länder Polen und Tschechien bekommen die Seuche nicht in den Griff. Die Seuche ist zwar für Menschen ungefährlich, für infizierte Schweine jedoch endet sie tödlich. Bestände in betroffen-en Gebieten müssten vorsorglich getötet werden. Der Schweinemarkt käme zum Erliegen. Zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe würden zur Aufgabe gezwungen. Auch Schlachtbetriebe seien gefährdet. Welche Maßnahmen müssen von den zuständigen Einrichtungen, den Tier-haltern und Jägern getroffen werden, um das Eindringen der Seuche in das Oldenburger Münsterland abzuwehren? Was können Tierhalter zum Schutz ihrer Bestände unternehmen? Wie sind die Abläufe im Ernstfall und sind die zuständigen Stellen hinreichend ausgestattet? Welche wirtschaftlichen Auswirkungen sind für die viehdichte Region Oldenburger Münsterland im Falle eines Seucheneintritts zu erwarten?

Diese Fragen sollen auf Einladung des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland

                     am Dienstag, 10.10.2017 um 10:00 Uhr im Kreishaus Cloppenburg

von Risikoexperten beantwortet werden. Vertreter des Friedrich-Löffler-Institutes, des Nds. Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, des Veterinäramts Landkreis Cloppenburg sowie der Gesellschaft für Seuchenvorsorge (GESEVO), ebenfalls aus Cloppenburg, sind als Referenten geladen.

Das AEF möchte mit dieser Veranstaltung alle betreffenden Akteure dahingehend sensibilisieren, mit umfangreichen Maßnahmen zur Erhöhung der Biosicherheit dieses Risiko auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Eingeladen sind alle interessierten Tierhalter und Vertreter der Urproduktion. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Anmeldungen dazu nimmt die Geschäftsstelle des AEF per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.

12.09.2017 - Tönnies stellt sich in Vechta dem Thema Überschussproduktion

IMG 0194 websiteGut 250 Zuhörer fanden sich auf Einladung von Uwe Bartels, dem Vorsitzenden des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland und Exminister, im Gasthaus Jansen in Vechta zusammen, um auf Clemens Tönnies, Deutschlands größten Fleischproduzenten, zu treffen. Unter Moderation von Dr. Ludger Schulze-Pals, Chefredakteur des Fachmagazins top agrar, stellte sich Tönnies den Fragen zur Exportstrategie seines Unternehmens. Unterstützt wurde diese Veranstaltung von den Volks- und Raiffeisenbanken.

In seinem Begrüßungsstatement berief sich Bartels auf die Verteilung der Exportzahlen. Demnach würden drei Viertel aller Agrar- und Ernährungsprodukte innerhalb der EU exportiert, weniger als ein Viertel gingen in die Schweiz, China und Saudi-Arabien. Besonders überraschend sei der Anteil an exportierten Waren in Entwicklungsländer; dieser liege lediglich bei 0,7 %. Hier klaffe eine große Kenntnislücke zu dem Vorwurf von weiten Teilen der Gesellschaft, dass der Export ohne Rücksicht auf kleinbäuerliche Strukturen in diesen Ländern stattfände. Bartels bescheinigte dem Export grundsätzlich eine hohe Bedeutung für Deutschland, insbesondere auch für die Veredlungsregion Oldenburger Münsterland; stellte aber als Bedingung deutlich den Nachhaltigkeits- und Tierwohlaspekt für den Export heraus. 

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28.08.2017 - Katalpultiert sich die deutsche Fleischwirtschaft aus dem Weltmarkt?

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Auf Einladung von Uwe Bartels, dem Vorsitzenden des Agrar –und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (AEF), wird im Rahmen der nächsten AEF-Netzwerkveranstaltung Clemens Tönnies, Deutschlands größter Fleischproduzent, über die steigenden Standards in der deutschen Nutztierhaltung und deren Auswirkungen für die Fleischbranche auf dem Weltmarkt referieren. Der Chefredakteur der top agrar, Dr. Ludger Schulze-Pals wird diese Veranstaltung moderieren.

Fleischprodukte „Made in Germany“ genießen international einen sehr guten Ruf und stehen für hohe Qualität, Nachhaltigkeit und Tierschutz. Gleichwohl betrachten Teile der Gesellschaft den deutschen Fleischexport mit großer Skepsis. Wie kann es der Agrar- und Ernährungsbranche vor dem Hintergrund der zunehmenden Weltbevölkerung und des Klimawandels gelingen, weiterhin erfolgreich, verantwortungsbewusst und nachhaltig auf den Weltmärkten zu agieren? Diese Fragestellung möchte das AEF beleuchten und gemeinsam mit den Teilnehmern diskutieren. Dazu lädt das AEF seine Mitgliedsunternehmen, Freunde, Förderer und Branchenvertreter

am 12. September 2017 um 15:30 Uhr in das Gasthaus Jansen in Vechta,

ein. Unterstützt wird die Veranstaltung von den Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Anmeldungen dazu nimmt die Geschäftsstelle des AEF telefonisch unter 04441.85389-10 (Ruth Overberg) oder per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.

27.06.2017 - Tierhaltung mit eigenen Sinnen erleben

Schmies

Das ist das Motto der Goldschmaus-Initiative „Transparente Landwirtschaft“. Weil nur noch wenige Bürger im direkten Kontakt zu den Menschen stehen, die für unsere Nahrung sorgen, hat die Goldschmaus-Gruppe insgesamt drei Besucherzentren in Südoldenburg, eingerichtet. Damit soll jeder Interessierte möglichst nah an die Tierhaltung herangebracht werden.

Auf Einladung von Dr. Gerald Otto, Goldschmaus-Gruppe, besuchte die AEF-Arbeitgruppe „Kommunikation“ unter Leitung von Gert Stuke am 27.06.2017 den Hof Schmies in Friesoythe. Familie Schmies betreut in ihren Ställen etwa 650 Sauen. In einem Ferkelaufzuchtstall auf dem Hof und einem kombinierten Ferkel-/Maststall ist Platz für die Aufzucht von 2.500 Ferkeln und für die Mast von 2.500 Mastschweinen. Hier spricht man von einem sog. „geschlossenen System“. Das bedeutet, dass die Ferkel, die aus der eigenen Sauenhaltung stammen, auf dem Hof bleiben und dort gemästet werden.

Die Teilnehmer zeigten sich überaus beeindruckt von diesem Leuchtturmprojekt – von der hochmodernen Hygieneschleuse bis hin zu dem eigens dafür erbauten Besuchergebäude. „Hier wurde an nichts gespart, um Tierhaltung unmittelbar erlebbar zu machen“, so die Aussage des AEF-Vorsitzenden Uwe Bartels. Das AEF ist überzeugt, dass die Öffnung von Tierställen und die damit erzeugte Transparenz der Tierhaltung einen wesentlichen Beitrag zur Akzeptanz der Landwirtschaft leistet.

07.04.2017 - AGRIVIZION-Pressekonferenz "Zu viele Tiere, zu wenig Fläche: Wohin mit der Gülle und den Gärresten?"

Glle WebsiteSelbstbewusst und zuversichtlich präsentierte das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) auf einer Pressekonferenz am 07.04.2017 bei der Firma Kotte Landtechnik in Rieste seine Lösungen zur Bewältigung der Nährstoff-überschüsse aus Tierhaltung und Biogasanlagen.

In seinem Eingangsstatement konstatierte Staatssekretär Dr. Aeikens vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), dass ein ausgewogener Kompromiss zwischen den Umweltinteressen und einer praxistauglichen Lösung für unsere Bauern gelungen sei. Es wurde ein Paket geschnürt, das der bäuerlichen Landwirtschaft ein ökonomisch tragfähiges und zugleich ressourcenschonendes Wirtschaften ermögliche. Die Düngeverordnung ziele darauf ab, dass bei der Düngung die Effizienz steige und damit Nährstoffverluste in das Grundwasser und Emissionen von Ammoniak in die Luft verringert würden. „Unsere landwirtschaftlichen Betriebe benötigen Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Das ist jetzt gelungen.“, so Dr. Aeikens.

Im Anschluss stellte Heinz-Hermann Wilkens von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen die Auswirkungen der rechtlichen Regelungen auf die Landwirtschaft im Oldenburger Münsterland anhand konkreter Zahlen dar. Diese macht eindrucksvoll den hohen Handlungsbedarf deutlich. Trotz schon enormer Mengen in Höhe von 2,4 Millionen Tonnen, die aus der Region exportiert würden, verbleiben in der Region bedeutende Phosphatüberschüsse. Es müssten weitere Anstrengungen auf allen Ebenen stattfinden, um den gesetzlichen Anforderungen, aber auch den Erwartungen der Gesellschaft zu genügen.

Dazu stellte das AEF die unterschiedlichen Lösungsansätze vor. Ein Großteil davon sind Ergebnisse des vom BMEL geförderten Projektes „Bioenergie-Region Südoldenburg“. So zum Beispiel die Optimierung der Stoffströme sowie der Aufbau einer Logistikschiene auf technisch hohem Niveau durch GPS gesteuerte Kombiliner, die Nährstoffe wegbringen und Futtermittel zurückführen. Ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem, das landesweit verbindlich eingeführt werden soll, werde mehr Akzeptanz und Vertrauen schaffen, so Uwe Weddige vom Verband der Maschinenringe Niedersachsens.

Die Unternehmen der Region hätten frühzeitig Aufbereitungsverfahren zur technischen Reife gebracht, die die Transportwürdigkeit der Gülle und der Gärreste erhöht haben. Messgeräte zur Bewertung der Nährstoffgehalte seien entwickelt worden.

Parallel dazu sind zur besseren Nutzung der Nährstoffe und zur Reduzierung der Emissionen Ausbringungstechniken, wie Schleppschuh, Schlitz- und Injektionstechnikverfahren von Unternehmen des Oldenburger Münsterlandes entwickelt worden und verfügbar.

Auch im Bereich der Fütterung hat es Entwicklungen gegeben, die in erheblichem Umfang zur Reduktion von Stickstoff und Phopshat beitragen.

Mit dem umfangreichen Lösungsangebot, das ergänzt wird durch technische Verwertungsanlagen, die Praxisreife erlangt haben, können in der Region eingesetzt werden. Damit wird der der Druck auf den Export genommen und die Veredlung der Nährstoffe zu hochwertigen Materialien vorangebracht.

Das AEF ist zuversichtlich, dass mit den erarbeiteten innovativen Lösungsansätzen die Herausforderungen der Nährstoffüberschüsse ökologisch und ökonomisch verträglich gelöst werden. „Nun ist es die Entscheidung des einzelnen Landwirtes, die für seinen Betrieb passende Lösung auszuwählen“, so der Vorsitzende des AEF, Uwe Bartels.