16.11.2017 - Niedersächsische Kooperation vertieft fachübergreifende Zusammenarbeit für Innovationen und nachhaltige Entwicklungen

PM 154 2017-11-09 Akzeptanz und gute Ideen sind Grundlage fr zukunftsfhige Agrarwirtschaft neuAkzeptanz und gute Ideen sind Grundlage für zukunftsfähige Agrarwirtschaft 

Die Agrarwirtschaft in landwirtschaftlichen Intensivregionen muss in den kommenden Jahren einen großen Veränderungsdruck bewältigen. Das hat der Fachbeirat der „Kooperation zur Transformationswissenschaft für die agrarische Intensivregion im Nordwesten Niedersachsens“ gestern auf seiner jüngsten Sitzung in Vechta bekräftigt. Die teilnehmenden Fachleute sind sich darin einig, dass Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen und Wirtschaft bei der Lösung der anstehenden Aufgaben noch enger zusammenarbeiten müssen. Ebenso wichtig sei aber auch der Dialog mit der Bevölkerung. Gute Ideen für eine zukunftsfähige Agrarwirtschaft hätten es leichter, wenn sie eine breite Akzeptanz fänden. Dies könne nur mit einem übergreifenden Forschungsansatz erreicht werden, d.h. wenn Meinungen aber auch Wissen aller Akteure bereits bei der Entwicklung von Maßnahmen einbezogen werden. Der Fachbeiratsvorsitzende Professor Hans Schulte-Nölke, Universität Osnabrück, betonte, die Notwendigkeit, fachliche und institutionelle Grenzen zu überwinden. Er sagte: „Isolierte Fachdisziplinen können auf die drängenden Fragen zum Tierwohl, zum zukunftsfähigen Nährstoffmanagement oder zu neuen Gesamtansätzen für die Vereinbarkeit von Landwirtschaft und Umwelt immer nur Teilantworten geben. Wir bündeln in unserer Kooperation exzellente Forschung an niedersächsischen Universitäten und Hochschulen und erarbeiten daraus mit der regionalen Wirtschaft und der Zivilgesellschaft Lösungen für eine zukunftsfähige Agrarwirtschaft.“

An der „Kooperation zur Transformationswissenschaft für die agrarische Intensivregion im Nordwesten Niedersachsens“ beteiligt sind die Universität Göttingen, die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, die Hochschule Osnabrück, die Universität Osnabrück sowie die Universität Vechta. Auf Seiten der Wirtschaft engagieren sich die Oldenburgische IHK, die IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland e.V. und der Kleine Kreis e.V. Außerdem dabei sind der WWF Deutschland, der BUND Landesverband Niedersachsen sowie das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Kooperation wird jährlich mit 150.000 Euro finanziert. Die Mittel werden von Wissenschaft und Wirtschaft zu gleichen Teilen bereitgestellt.

Koordiniert wird die Arbeit der Kooperation durch eine an der Uni Vechta ansässige Geschäftsstelle. Die Geschäftsführerin, Frau Dr. Barbara Grabkowsky, sagte: „Wir wollen zukunftsweisende Projekte in die Verbundregion holen. Dabei agieren wir als Innovationsdynamo für eine nachhaltige und innovative Agrarwirtschaft. Um konkrete Bedarfe anzugehen und Zielkonflikte schon frühzeitig zu identifizieren sind daneben eine Befragung der gesamten Wertschöpfungskette zur Zukunftsfähigkeit der niedersächsischen Agrarregion sowie eine breite Palette von Fachforen vorgesehen, um einen umfassenden Dialogprozess mit allen Beteiligten zu starten.“

Textquelle: Universität Vechta

Fotoquelle: Universität Vechta