Aktuelles

17.11.2016 - AEF bringt nationalen Aktionsplan für die Agrar- und Ernährungswirtschaft auf den Weg

Deckblatt WebsiteHannover – 17.11.2016. Schon seit langem stehen sich die Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft kritisch gegenüber, welchen Weg die Agrar- und Ernährungswirtschaft in Deutschland einschlagen sollte. Dieser seit langem schwelende Dauerkonflikt wird auf Kosten der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der hiesigen Landwirtschaft ausgetragen. Das Agrar- und Ernährungsforum (AEF) will – auch im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Räume – diesen Konflikt beenden und hat eigens dafür einen „Nationalen Aktionsplan als Grundlage einer zukunftsfähigen Agrar- und Ernährungswirtschaft in Deutschland“ erarbeitet.

Dieser Aktionsplan wurde gestern auf der EUROTIER im Rahmen des Parlamentarischen Abends, der von dem AEF und dem Verbund Oldenburger Münsterland ausgerichtet wurde, an den Niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer und an die weiteren Podiumsteilnehmer überreicht. Passend gewählt war das Diskussionsthema der diesjährigen Podiumsdiskussion „Gesellschaftliche Anforderungen an die Nutztierhaltung – Wer unterstützt die Tierhalter bei der Umsetzung und welche Auswirkungen haben nationale Eingriffe in einem globalen Markt“. Unter Moderation von Dr. Ludger Schulze Pals bezogen Minister Christian Meyer, Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, Heinrich Dierkes, Dr. Alexander Hinrichs, Landrat Herbert Winkel sowie der AEF-Vorsitzende Uwe Bartels auf dem Podium Stellung zu diesem Thema.

 

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26.10.2016 - Bartels mit dem Oldenburger Wirtschaftspreis ausgezeichnet

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Für seine Verdienste um die Entwicklung der Region ist der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland und ehemalige Minister Uwe Bartels am 26. Oktober 2016 mit dem Oldenburger Wirtschaftspreis ausgezeichnet worden. Dieser Preis wird jährlich im Gedenken an den einstigen Vorsitzenden des Vorstandes der Wirtschaftlichen Vereinigung, Dr. Hubert Forch, an Persönlichkeiten, Unternehmen oder Institutionen verliehen, die durch ihr außergewöhnliches Wirken die Entwicklung der Region maßgeblich gefördert haben. Das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro spendete Bartels der Bürgerstiftung Vechta.

17.10.2016 - Mit „Aniplus“ den Antibiotika-Verbrauch im Stall senken

PK aniplus kleinDie nachhaltige Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung gelingt nur durch eine Verbesserung der Tiergesundheit. Um die Landwirte bei diesem Ziel zu unterstützen, wurde heute im Landwirtschaftsministerium die Internet-Plattform „Aniplus“ freigeschaltet. Die Webseite bietet Landwirten erstmals die Möglichkeit, ein konkretes, auf ihren Betrieb individuell zugeschnittenes Maßnahmenpaket zusammen zu stellen. Daneben hält das Portal breitgefächerte Informationen zu den einzelnen Tierarten bereit und erläutert das Beratungsangebot zu Tierwohl und Tiergesundheit. Das Projekt „Aniplus“ unter Federführung des Agrar- und Ernährungsforums Olden-burger Münsterland e.V. (AEF) hat bundesweiten Pilotcharakter.
„Das Konzept des Landes zur Minimierung des Antibiotika-Einsatzes zeigt bereits Wirkung, denn die in den Mastställen eingesetzten Mengen gehen zurück. Das ist ein großer gemeinsamer Erfolg von Landwirten, Tierärzten, Beratung und Behörden“, sagte Agrarminister Christian Meyer bei der Vorstellung des neuen Portals. „Aber es gibt noch viel zu tun. Denn wir müssen der wachsenden Gefahr resistenter Keime noch stärker begegnen. Das Portal ´Aniplus´ bietet eine gute Grundlage, die Haltungsbedingungen in den Ställen individuell zu verbessern, denn kein Betrieb ist wie der andere. Eine verbesserte Tiergesundheit ist auch im Sinne des Tierschutzes“, so der Minister.
Die vielfältigen Informationen des Portals wurden in einer zweijährigen Aufbauphase durch Unternehmen, Behörden – darunter das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) – Wissenschaftler, Tierärzte sowie aktive Landwirte der Region Oldenburger Münsterland zusammen getragen. Das Landwirtschaftsministerium fördert das laufende AEF-Projekt mit rund 200.000 Euro und das Anschlussprojekt mit 80.000 Euro. Daneben wird das Projekt von der Metropolregion Nordwest, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie den Landkreisen Cloppenburg und Vechta unterstützt. Zielgruppe der Internetplattform sind neben Landwirten auch Tierärzte und landwirtschaftliche Berater.
„Gesunde Tiere brauchen keine Antibiotika“, sagte der AEF-Vorsitzende und ehemalige Agrarminister Uwe Bartels. Das Portal „Aniplus“ sei ein echtes Leuchtturmprojekt über Niedersachsens Grenzen hinaus. „Die Unternehmen im Oldenburger Münsterland, die für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Nutztiere zuständig sind, haben gemeinsam ihre Expertise für die Informati-onsplattform unentgeltlich zur Verfügung gestellt und damit die Grundlage für eine einzigartige Hilfestellung für den Tierhalter ermöglicht“, so Bartels. Die fachlichen Inhalte des Portals beschränken sich zunächst auf die Tierarten Rind, Schwein, Pute und Masthuhn.

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16.09.2016 - Mehr Tierwohl für Sauen und Ferkel

shutterstock 140890144Projekt InnoPig: Landwirtschaftskammer und Uni-Forscher untersuchen Nutzen und Risiken verschiedener Abferkel- und Aufzuchtsysteme.

Wie unterschiedliche Haltungsmethoden für Sauen und Ferkel sich auf Tierwohl, Tiergesundheit, Wirtschaftlichkeit und Arbeitsschutz auswirken und welche Methode am besten funktioniert, untersuchen in den nächsten drei Jahren Experten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Uni-Forscher in der frisch umgebauten Versuchsstation der Kammer in Wehnen (Kreis Ammerland) vor den Toren Oldenburgs. Am 15. September wurde das Forschungsprojekt InnoPig offiziell gestartet.
Für InnoPig arbeiten die Christian-Albrechts-Universität Kiel, die Georg-August-Universität Göttingen, die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, die Unternehmen Big Dutchman International GmbH und Alfons Greten Betonwerke GmbH, die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands, das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland sowie die Landwirtschaftskammern Niedersachsen und Schleswig-Holstein als Projektpartner zusammen. „Wir wollen möglichst praxisnah eine vernünftige Entscheidungsbasis für die Landwirte schaffen, die neutral und unabhängig ist“, fasst Stefan Sagkob, bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zuständig für das Versuchswesen in der Tierhaltung, das Ziel des Projekts zusammen. Es wird gefördert durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung und die Landwirtschaftliche Rentenbank.

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22.08.2016 - Bartels gegen das Taktieren von DüngeVO und Düngerecht

DSC02247Der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland e.V. appelliert eindringlich an die Koalitionspartner von SPD und CDU/CSU in Berlin, das endlose Taktieren zu den Inhalten der Düngeverordnung und des Düngegesetzes einzustellen und dem vorliegenden Entwurf zuzustimmen. „Die Zeit läuft uns davon“, so Bartels. „Wir warten seit Jahren auf dringend notwendige Regelungen zum Düngerecht, die Transparenz, Kontrolle und Verlässlichkeit im Interesse von Grundwasser und Boden bringen“, so seine Aussage. Dies sei auch im Interesse der ordnungsgemäß wirtschaftenden Betriebe, die zu Unrecht häufig unter Generalverdacht stünden. Es sei schlichtweg unverantwortbar wegen geringer Differenzen im Randbereich der Verordnung das Inkratfttreten zu blockieren.

Zumal die in der Praxis dringend erforderlichen Kernpunkte, die für den ordnungsgemäßen Umgang mit den Nährstoffen von höchster Bedeutung sind, unstrittig sind. „Das Ziel einer bedarfsgerechten Düngung in der breiten landwirtschaftlichen Praxis mit einer effizienten düngerechtlichen Überwachung erfordert zunächst den „Soll-Ist-Abgleich“ zwischen den betrieblichen Düngebedarf und der tatsächlichen betrieblichen Düngung.“ Das sei essentiell und mit dem vorliegenden Entwurf vollständig erreichbar.

Schlimm sei auch, dass durch die Verzögerung Gärreste, die bisher nicht in die vom gegen-wärtigen Recht festgelegte Stickstoffobergrenze von 170 kg/N/ha berücksichtigt werden. Das seien alleine für Niedersachsen 19 Mio. Tonnen Gärsubstrate. Dazu kämen noch Komposte, etc.

Ebenso seien Kontrollen bezüglich der Abgabeverträge mit Lohnunternehmen und deren Einhaltung, die Bestandteil der Baugenehmigungen von Ställen sind, durch die zuständigen Behörden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich. Hier zeige sich: Das Beste ist des Guten Feind.

Auch wenn noch in diesem Jahr die Rechtsgrundlagen verabschiedet werden, wird deren Umsetzung durch Länderregelungen noch ca. zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen, stellte Bartels fest.