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26.01.2016 - Branchenvertreter bringen sich in Sachen TTIP auf Stand

DSC 0030 - KopieVor rund 100 Teilnehmern aus der Agrar- und Ernährungsbranche informierte der TTIP-Unterhändler aus der EU-Kommission, Dr. Wolf-Martin Maier, am 25.01.2016 im Kreishaus Vechta über den aktuellen TITP-Verhandlungsstatus und räumte dabei Missverständnisse aus. Moderiert wurde die Veranstaltung von Johannes Eiken, dem Sprecher des AEF-Expertenkreises „Zukunftsstrategien für die Lebensmittelverarbeitung".

Gleich in seiner Begrüßungsrede machte der AEF-Vorsitzende und ehemalige niedersächsische Landwirtschaftsminister Uwe Bartels deutlich, dass die seitens der Gesellschaft und Wirtschaft bisweilen hitzigen Debatten hinsichtlich des Handelsabkommens vielfach auf Mutmaßungen fußen. Dieses sei der mangelnden Transparenz der Verhandlungsergebnisse geschuldet. Bartels forderte alle Beteiligten auf, die Diskussion um TTIP konstruktiv und auf Basis gesicherter Informationen zu führen.

„Seien Sie sicher, Brüssel nimmt die Sorgen und Ängste der Branche sehr ernst", so der für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit zuständige EU-Vertreter Maier. Dennoch dürfe sich die EU neuem Marktpotential nicht verschließen. Experten gehen davon aus, dass in zehn Jahren ca. 90 % des weltweiten Wachstums im asiatisch-pazifischen Raum stattfinden werde. Angesichts dieser Prognose komme die Branche nicht umhin, künftig sehr viel stärker auf Export zu setzen. Hier biete das Handelsabkommen mit den USA mit dem Wegfall der Ausfuhrzölle eine große Chance. Die Bedenken der Branchenvertreter, dass Produkte mit geringeren Standards auf den EU-Markt kämen, räumte Dr. Maier aus. Das vielfach diskutierte „Chlorhühnchen" werde so also nicht auf EU-Tellern landen. Andererseits hätten die Verhandlungspartner der USA ihre berechtigte Sorge um Rohmilch aus Europa. Diese sei häufig mit Listerien kontaminiert und könne zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. Hier werde auch ein wesentlicher Unterschied in der Lebensmittelverarbeitung offensichtlich. Die USA betreibe in Sachen Verbraucherschutz Nachsorge, die EU hingegen Vorsorge.

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13.01.2016 - TTIP-Handelsabkommen im Fokus

Zu seiner ersten Netzwerkveranstaltung im Jahr 2016 lädt das Agrar- und Ernährungsforum am 25.01.2016 um 17:00 Uhr seine Mitgliedsunternehmen, Förderer und Freunde sowie alle Interessierten in das Kreishaus Vechta ein.

Als hochkarätiger Referent konnte Dr. Ullrich Weigl aus dem Generaldirektorat "Handel der EU-Kommission" und Mitglied des TTIP-Verhandlungsteams gewonnen werden. Er wird aus Inisderkreisen das brandaktuelle Thema

„TTIP – Was bedeutet das Handelsabkommen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft"

mit dem derzeitigen Verhandlungsstand darstellen und die Perspektiven mit Vertretern der Branche diskutieren. Das TTIP-Abkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership) führt nicht nur in der Bevölkerung, sondern mittlerweile auch seitens der Wirtschaft zu kontroversen Diskussionen und ausgeprägter Skepsis. Das AEF möchte mit dieser Veranstaltung konstruktiv das umstrittene Thema mit allen Beteiligten beleuchten und eventuelle Missverständnisse ausräumen.

Anmeldungen dazu nimmt die AEF-Geschäftsstelle unter 04441.85389-10 (Ruth Overberg) oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.

01.12.2015 - AEF startet mit neuem Veranstaltungsformat

Im Rahmen von Kamingesprächen werden sich künftig in einem kleinen Kreis themenaffine Vertreter des AEF und der Wissenschaft treffen, um gemeinsam zentrale Zukunftsthemen der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu diskutieren.

Dazu findet am Donnerstag, 03.12.2015, das erste Treffen im alten Bahnhof in Dinklage unter dem Titel „Hat die Kostenführerschaft im globalen Markt für die Agrar- und Ernährungswirtschaft ausgedient? Liegt die Chance in einer Technologie- bzw. Qualitätsführerschaft?" statt.

Nach Impulsvorträgen der Wissenschaftler Prof. Dr. Achim Spiller von der Universität Göttingen und Dr. Claus Deblitz vom Thünen-Institut werden die beiden regionalen Wirtschaftsvertreter, Bernd Meerpohl und Paul-Heinz Wesjohann, ihre Sichtweisen und Perspektiven darstellen und anschließend mit den Teilnehmern diskutieren.

17.11.2015 - Experten des AEF bewerten wissenschaftliches Gutachten

DSC 0029Unverzügliche Absicherung der deutschen Tierwohlmaßnahmen auf europäischer Ebene, so die zentrale Aussage des AEF-Vorsitzenden und ehemaligen Landwirtschaftsministers Uwe Bartels. Ein Expertengremium des Agrar- und Ernährungsforums (AEF) unter Leitung von Dr. Hartmut Meyer (Moorgut Kartzfehn) hatte sich intensiv mit dem wissenschaftlichen Gutachten „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung" beschäftigt und konstruktiv wesentliche Kritikpunkte, aber vor allem Empfehlungen für die Politik auf Landes- und Bundesebene herausgearbeitet.

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05.11.2015 - Verbraucher kauft gemäß psychischer Verfassung

Bild1Wie kommen die Widersprüche am Markt und beim Kauf von Fleischprodukten zustande? Und warum setzen sich gelabelte Produkte, die einen höheren Tierschutz-Standard aufweisen, am Markt nicht konsequent durch? Zu diesen Fragestellungen nahm Dr. Johannes Simons von der Universität Bonn und Marktforschungsexperte für die Agrar-und Ernährungswirtschaft am 05.11.2015 vor ca. 85 Teilnehmern in der Volksbank Vechta Stellung. Eingeladen dazu hatte das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland.

In Richtung des Dauerbrenners „Tierwohl" gebe es derzeit, so der AEF-Vorsitzende und ehemalige niedersächsische Landwirtschaftsminister Uwe Bartels in seiner Eingangsrede, bundesweit einen Wettlauf an Maßnahmen und Ankündigungen von Seiten der Politik und vieler Verbände. Bereits vor einem Jahr hatte das AEF vor überschnellem Aktionismus gewarnt und konstatiert, dass sich die Branche bereits heute auf dem Weg eines nationalen Alleinganges befände. Die Folge seien eine Abwanderung der Produktion in andere Länder und die Beschleunigung des Strukturwandels. Vor diesem Hintergrund, so Bartels, seien eine gezielte Folgenabschätzung und eine dauerhafte Honorierung der Tierwohl-Maßnahmen erforderlich. Er stellte deutlich in Frage, ob diese Mehrleistungen über den Preis zu erzielen sind. Auf Empfehlung des AEF erarbeite die Landesregierung nunmehr einen „Masterplan zur nachhaltigen Nutztierhaltung". Daran mitarbeiten sollen alle relevanten Ministerien, Institutionen und Verbände.

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