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30.10.2015 -Landesregierung und AEF wollen Masterplan zur nachhaltigen Nutztierhaltung

Schweine liegen in BuchtGemeinsam haben sich der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil, Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer sowie eine Unternehmergruppe des Agrar- und Ernährungsforums (AEF) Oldenburger Münsterland unter Vorsitz des früheren Agrarministers Uwe Bartels darauf verständigt, einen Masterplan für nachhaltige Nutztierhaltung in Niedersachsen zu erarbeiten.

Immer wieder kommt es vor, dass notwendige Umbau- oder Neubaumaßnahmen behindert oder gar unmöglich gemacht werden. Grund sind in solchen Fällen nicht selten bau-, immissions-, förderrechtliche oder andere Vorschriften. Dies veranlasse die betroffenen Landwirte häufig zur Aufgabe ihres Vorhabens, sagte AEF-Vorsitzender Bartels zur Begründung seiner Forderung nach einem Masterplan für die nachhaltige Nutztierhaltung. Damit würden nicht nur die Tierwohlziele konterkariert, sondern auch wertvolle innovative Verbesserungen in der Tierhaltung zum Schaden der Wirtschaft nicht genutzt.

Ein entscheidendes Ziel des Masterplans soll es sein, mögliche auftretende Hemmnisse für diejenigen Landwirte abzubauen, die ihre Tierhaltung umstellen wollen, um das Tierwohl zu verbessern. „Innovative Tierställe dürfen nicht an unnützer Bürokratie scheitern", machte der niedersächsische Landwirtschaftsminister klar. „Wir müssen vielmehr den Weg frei machen für den Tierschutzplan Niedersachsen als Roadmap für Deutschland." Meyer ergänzte: „Mehr Tierschutz und weniger Hemmnisse, muss die Devise sein."

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05.11.2015 - "Markt und Tierschutz" unter der Lupe

Zu einer weiteren Netzwerkveranstaltung lädt das Agrar- und Ernährungsforum am 05.11.2015 um 17:00 Uhr seine Mitgliedsunternehmen und Förderer in die Volksbank Vechta ein. Eingeladen dazu hat der Vorsitzende, Uwe Bartels, Mitarbeiter des Bonner Lehrstuhls für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft, Dr. agr. Johannes Simons, aus Bonn.

Im Rahmen dieser Sitzung wird der Experte unter dem Motto „Markt und Tierschutz - ein schwieriges Paar" den Widerspruch aufgreifen, warum die Gesellschaft und der LEH verstärkt Investitionen zu dem Thema „Tierwohl" einfordern, diese aber in Form von Preisaufschlägen im Markt nur in minimal durchzusetzen sind.

Anmeldungen dazu können an die AEF-Geschäftsstelle unter 04441.85389-10 (R. Overberg) oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerichtet werden.

27.10.2015 - Kauf dient jungen Konsumenten zur Selbstdarstellung

Bild1 27 10 2015Vechta – 27.10.2015. Wie kann sich der Handel künftig den jungen Konsumenten zuwenden? Und welche Konsummuster lassen sich in der Zukunft abbilden? Zu diesen Fragestellungen nahm der REWE-Marktforschungsexperte, Olaf Gens, vor ca. 40 Teilnehmern der Ernährungswirtschaft Stellung. Eingeladen dazu hatte der Expertenkreis des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland „Zukunftsstrategien für die Lebensmittelverarbeitung" unter Leitung von Johannes Eiken am 27.10.2015 in Vechta.

Der ehemalige niedersächsische Landwirtschaftsminister und AEF-Vorsitzender, Uwe Bartels, mahnte in seiner Eingangsrede, dass sich die Ernährungswirtschaft rechtzeitig auf die neuen Trends und Erwartungen der Gesellschaft an die Branche einlassen müsse, um ihre bedeutende Marktfähigkeit langfristig zu erhalten.

Dieses wurde auch in dem Vortrag des REWE-Experten Gens deutlich. Richteten die Konsumenten in den 80er-Jahren ihre Bedürfnisse eher auf Statussymbole aus, so herrsche heute vielmehr – speziell bei der jungen Käuferschicht – ein starker „Less-is-more"- oder ein „Sharing-Economy"-Gedanke vor. Konsummuster ließen sich aufgrund der hohen Diversifizierung der Zielgruppen nicht immer eindeutig festlegen. Zahlreiche Lebens- und Ernährungsstile, z.B. „Kochen ohne Knochen" machten die Eingruppierung der Konsumenten zunehmend komplexer. Ein Trend jedoch, so Gens, lässt sich eindeutig feststellen: Käufe dienen heute vielfach zur Selbstdarstellung und zur Inszenierung.

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19.06.2015 - AEF wirbt für Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Mit welchen innovativen Ansätzen begegnet die Agrar- und Ernährungsbranche im Oldenburger Münsterland ihren zentralen Herausforderungen? Diese Fragestellung stand im Fokus einer Pressebereisung mit Fachjournalisten entlang der Wertschöpfungskette Schwein vom 17. Juni 2015 bis zum 19. Juni 2015. Besichtigt wurden landwirtschaftliche Betriebe sowie Unternehmen in der Region Südoldenburg. Dazu eingeladen hatte das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland mit Sitz in Vechta.

Im Mittelpunkt dieser Bereisung wurden die aktuelle Entwicklung der Landwirtschaft sowie insbesondere die Themen Tierwohl und Tiergesundheit im Rahmen einer Podiumsdiskussion unter Moderation von Ludger Abeln mit Experten aufgegriffen. Es diskutierten Dr. Maria Gellermann (Projektleiterin aniplus), Uwe Bartels (Vorsitzender des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland), Prof. Dr. Thomas Blaha, der Tierhalter Thomas Gardewin (ISN) sowie Gregor Sieve von der Firma Atka.

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05.06.2015 - Trends in der Lebensmittelwirtschaft

IMG 4539 2 - KopieVertreter des AEF-Expertenkreises trafen sich unter Leitung von Johannes Eiken am 05. Juni 2015 im Hause Wernsing in Addrup. Eingeladen hatte das Agrar- und Ernährungsforum den Zukunftsexperten, Dr. Alexander Fink, von der SCMI-Scenario Management International aus Paderborn. Diskutiert wurden mögliche Zukunftsstrategien für die lebensmittelverarbeitende Branche im Oldenburger Münsterland.

Welche strategischen Maßnahmen kann die Branche ergreifen, um sich auf die zu erwartenden Veränderungen des Kauf- und Essverhaltens der Verbraucher vorzubereiten? Das war die zentrale Frage, zu der sich die Experten im Rahmen der Sitzung austauschten. Bereits durch eine Studie, die das BVL zur ANUGA 2011 in Auftrag gegeben hatte, wurden seitens der SCMI sieben Zukunftsszenarien für die Agrar- und Ernährungswirtschaft aufgezeigt. Wird es z.B. eine Renaissance der Eigenversorgung geben oder tritt individuelles Fastfood seinen Siegeszug an? Wie nachhaltig ist der Trend zu vegetarischen und veganen Lebensmitteln oder wird die Regionalisierung ein globaler Lösungsansatz sein? Dabei werden Faktoren, wie Zuwanderung und demografischer Wandel, ebenfalls eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Diesem Veränderungsprozess müsse sich die Branche stellen, so Dr. Fink.

„Das vorrangige Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Unternehmen zu erhalten und zu stärken", konstatierte der Sprecher der Arbeitsgruppe, Johannes Eiken. Aufgabe des Expertenkreises ist es nun, Wertschöpfungsstrategien für die Region erarbeiten.