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05.11.2015 - Verbraucher kauft gemäß psychischer Verfassung

Bild1Wie kommen die Widersprüche am Markt und beim Kauf von Fleischprodukten zustande? Und warum setzen sich gelabelte Produkte, die einen höheren Tierschutz-Standard aufweisen, am Markt nicht konsequent durch? Zu diesen Fragestellungen nahm Dr. Johannes Simons von der Universität Bonn und Marktforschungsexperte für die Agrar-und Ernährungswirtschaft am 05.11.2015 vor ca. 85 Teilnehmern in der Volksbank Vechta Stellung. Eingeladen dazu hatte das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland.

In Richtung des Dauerbrenners „Tierwohl" gebe es derzeit, so der AEF-Vorsitzende und ehemalige niedersächsische Landwirtschaftsminister Uwe Bartels in seiner Eingangsrede, bundesweit einen Wettlauf an Maßnahmen und Ankündigungen von Seiten der Politik und vieler Verbände. Bereits vor einem Jahr hatte das AEF vor überschnellem Aktionismus gewarnt und konstatiert, dass sich die Branche bereits heute auf dem Weg eines nationalen Alleinganges befände. Die Folge seien eine Abwanderung der Produktion in andere Länder und die Beschleunigung des Strukturwandels. Vor diesem Hintergrund, so Bartels, seien eine gezielte Folgenabschätzung und eine dauerhafte Honorierung der Tierwohl-Maßnahmen erforderlich. Er stellte deutlich in Frage, ob diese Mehrleistungen über den Preis zu erzielen sind. Auf Empfehlung des AEF erarbeite die Landesregierung nunmehr einen „Masterplan zur nachhaltigen Nutztierhaltung". Daran mitarbeiten sollen alle relevanten Ministerien, Institutionen und Verbände.

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30.10.2015 -Landesregierung und AEF wollen Masterplan zur nachhaltigen Nutztierhaltung

Schweine liegen in BuchtGemeinsam haben sich der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil, Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer sowie eine Unternehmergruppe des Agrar- und Ernährungsforums (AEF) Oldenburger Münsterland unter Vorsitz des früheren Agrarministers Uwe Bartels darauf verständigt, einen Masterplan für nachhaltige Nutztierhaltung in Niedersachsen zu erarbeiten.

Immer wieder kommt es vor, dass notwendige Umbau- oder Neubaumaßnahmen behindert oder gar unmöglich gemacht werden. Grund sind in solchen Fällen nicht selten bau-, immissions-, förderrechtliche oder andere Vorschriften. Dies veranlasse die betroffenen Landwirte häufig zur Aufgabe ihres Vorhabens, sagte AEF-Vorsitzender Bartels zur Begründung seiner Forderung nach einem Masterplan für die nachhaltige Nutztierhaltung. Damit würden nicht nur die Tierwohlziele konterkariert, sondern auch wertvolle innovative Verbesserungen in der Tierhaltung zum Schaden der Wirtschaft nicht genutzt.

Ein entscheidendes Ziel des Masterplans soll es sein, mögliche auftretende Hemmnisse für diejenigen Landwirte abzubauen, die ihre Tierhaltung umstellen wollen, um das Tierwohl zu verbessern. „Innovative Tierställe dürfen nicht an unnützer Bürokratie scheitern", machte der niedersächsische Landwirtschaftsminister klar. „Wir müssen vielmehr den Weg frei machen für den Tierschutzplan Niedersachsen als Roadmap für Deutschland." Meyer ergänzte: „Mehr Tierschutz und weniger Hemmnisse, muss die Devise sein."

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05.11.2015 - "Markt und Tierschutz" unter der Lupe

Zu einer weiteren Netzwerkveranstaltung lädt das Agrar- und Ernährungsforum am 05.11.2015 um 17:00 Uhr seine Mitgliedsunternehmen und Förderer in die Volksbank Vechta ein. Eingeladen dazu hat der Vorsitzende, Uwe Bartels, Mitarbeiter des Bonner Lehrstuhls für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft, Dr. agr. Johannes Simons, aus Bonn.

Im Rahmen dieser Sitzung wird der Experte unter dem Motto „Markt und Tierschutz - ein schwieriges Paar" den Widerspruch aufgreifen, warum die Gesellschaft und der LEH verstärkt Investitionen zu dem Thema „Tierwohl" einfordern, diese aber in Form von Preisaufschlägen im Markt nur in minimal durchzusetzen sind.

Anmeldungen dazu können an die AEF-Geschäftsstelle unter 04441.85389-10 (R. Overberg) oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerichtet werden.

27.10.2015 - Kauf dient jungen Konsumenten zur Selbstdarstellung

Bild1 27 10 2015Vechta – 27.10.2015. Wie kann sich der Handel künftig den jungen Konsumenten zuwenden? Und welche Konsummuster lassen sich in der Zukunft abbilden? Zu diesen Fragestellungen nahm der REWE-Marktforschungsexperte, Olaf Gens, vor ca. 40 Teilnehmern der Ernährungswirtschaft Stellung. Eingeladen dazu hatte der Expertenkreis des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland „Zukunftsstrategien für die Lebensmittelverarbeitung" unter Leitung von Johannes Eiken am 27.10.2015 in Vechta.

Der ehemalige niedersächsische Landwirtschaftsminister und AEF-Vorsitzender, Uwe Bartels, mahnte in seiner Eingangsrede, dass sich die Ernährungswirtschaft rechtzeitig auf die neuen Trends und Erwartungen der Gesellschaft an die Branche einlassen müsse, um ihre bedeutende Marktfähigkeit langfristig zu erhalten.

Dieses wurde auch in dem Vortrag des REWE-Experten Gens deutlich. Richteten die Konsumenten in den 80er-Jahren ihre Bedürfnisse eher auf Statussymbole aus, so herrsche heute vielmehr – speziell bei der jungen Käuferschicht – ein starker „Less-is-more"- oder ein „Sharing-Economy"-Gedanke vor. Konsummuster ließen sich aufgrund der hohen Diversifizierung der Zielgruppen nicht immer eindeutig festlegen. Zahlreiche Lebens- und Ernährungsstile, z.B. „Kochen ohne Knochen" machten die Eingruppierung der Konsumenten zunehmend komplexer. Ein Trend jedoch, so Gens, lässt sich eindeutig feststellen: Käufe dienen heute vielfach zur Selbstdarstellung und zur Inszenierung.

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19.06.2015 - AEF wirbt für Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Mit welchen innovativen Ansätzen begegnet die Agrar- und Ernährungsbranche im Oldenburger Münsterland ihren zentralen Herausforderungen? Diese Fragestellung stand im Fokus einer Pressebereisung mit Fachjournalisten entlang der Wertschöpfungskette Schwein vom 17. Juni 2015 bis zum 19. Juni 2015. Besichtigt wurden landwirtschaftliche Betriebe sowie Unternehmen in der Region Südoldenburg. Dazu eingeladen hatte das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland mit Sitz in Vechta.

Im Mittelpunkt dieser Bereisung wurden die aktuelle Entwicklung der Landwirtschaft sowie insbesondere die Themen Tierwohl und Tiergesundheit im Rahmen einer Podiumsdiskussion unter Moderation von Ludger Abeln mit Experten aufgegriffen. Es diskutierten Dr. Maria Gellermann (Projektleiterin aniplus), Uwe Bartels (Vorsitzender des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland), Prof. Dr. Thomas Blaha, der Tierhalter Thomas Gardewin (ISN) sowie Gregor Sieve von der Firma Atka.

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