Aktuelles

05.06.2015 - Trends in der Lebensmittelwirtschaft

IMG 4539 2 - KopieVertreter des AEF-Expertenkreises trafen sich unter Leitung von Johannes Eiken am 05. Juni 2015 im Hause Wernsing in Addrup. Eingeladen hatte das Agrar- und Ernährungsforum den Zukunftsexperten, Dr. Alexander Fink, von der SCMI-Scenario Management International aus Paderborn. Diskutiert wurden mögliche Zukunftsstrategien für die lebensmittelverarbeitende Branche im Oldenburger Münsterland.

Welche strategischen Maßnahmen kann die Branche ergreifen, um sich auf die zu erwartenden Veränderungen des Kauf- und Essverhaltens der Verbraucher vorzubereiten? Das war die zentrale Frage, zu der sich die Experten im Rahmen der Sitzung austauschten. Bereits durch eine Studie, die das BVL zur ANUGA 2011 in Auftrag gegeben hatte, wurden seitens der SCMI sieben Zukunftsszenarien für die Agrar- und Ernährungswirtschaft aufgezeigt. Wird es z.B. eine Renaissance der Eigenversorgung geben oder tritt individuelles Fastfood seinen Siegeszug an? Wie nachhaltig ist der Trend zu vegetarischen und veganen Lebensmitteln oder wird die Regionalisierung ein globaler Lösungsansatz sein? Dabei werden Faktoren, wie Zuwanderung und demografischer Wandel, ebenfalls eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Diesem Veränderungsprozess müsse sich die Branche stellen, so Dr. Fink.

„Das vorrangige Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Unternehmen zu erhalten und zu stärken", konstatierte der Sprecher der Arbeitsgruppe, Johannes Eiken. Aufgabe des Expertenkreises ist es nun, Wertschöpfungsstrategien für die Region erarbeiten.

08.06.2015 - Gemeinsame Eckpunkte zur Tierwohlförderung“ unterzeichnet

PK Eckpunkte-Papier WebsiteAls „herausragendes Engagement" für mehr Tierwohl und Tierschutz hat Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer die heute präsentierte gemeinsame Erklärung mit den Schweinehaltern Deutschlands sowie Vertretern der Agrar- und Ernährungswirtschaft gewürdigt. Die „Gemeinsamen Eckpunkte zur Tierwohlförderung" sind neben dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) sowie vom Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) unterzeichnet worden. „Ich bin sehr beeindruckt von der Unterstützung dieser beiden Organisationen", sagte Niedersachsens Landwirtschaftsminister. „Was wir hier vereinbart haben, ist wegweisend – für das Land, für den Bund und hoffentlich eines Tages auch für Europa."

Ähnlich positiv bewerten die Vertreter von ISN und AEF das gemeinsame Eckpunkte-Papier: „Wir Tierhalter arbeiten mit Hochdruck an Lösungen der für die Gesellschaft relevanten Themen. Der Verzicht auf das Kupieren der Schweineschwänze ist ein Paradebeispiel dafür", sagte ISN-Vorsitzender Heinrich Dierkes. AEF-Vorsitzender und Minister a.D. Uwe Bartels betonte: „Das konstruktive Mitwirken des AEF beim Verzicht auf nicht kurative Eingriffe wie das Schwänzekupieren bei Schweinen beweist ein weiteres Mal die Ernsthaftigkeit der Bemühungen der Region Oldenburger Münsterland, mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung umzusetzen." Dierkes ergänzte, trotz vieler Bemühungen, auf das Schwänzekupieren bei Schweinen zu verzichten, gebe es hierfür „noch keine Patentlösung". Diese zu finden, sei eine „Herkulesaufgabe, die nur gelingen wird, wenn alle Aktivitäten der Tierhalter, der Wirt-schaft und der Politik in die gleiche Richtung laufen". Dierkes' Fazit: „Die Voraussetzungen dazu, wie das funktionieren kann, sind in dem Eckpunkte-Papier beschrieben."

Bartels sprach von einer großen Herausforderung für alle Akteure, „weil bisher trotz aller Bemühungen noch keine für die breite Nutztierhaltung in Deutschland umsetzbare Lösung verfügbar ist". Zum Nachteil der Tiere sollten keine Maßnahmen ergriffen werden, so der AEF-Vorsitzende. Gleichwohl biete die im intensiven Dialog mit dem Ministerium erreichte Vorgehensweise „die Voraussetzung, zeitnah echte Fortschritte im Sinne des Tierwohls zu erreichen, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Schweinehaltung zu sichern und den Strukturwandel nicht zu beschleunigen". Welche Bedeutung das nun unterzeichnete Eckpunkte-Papier für mehr Tierschutz und Tierwohl hat, erläuterte ISN-Vorsitzender Dierkes: „Der Weg bis zu diesem Eckpunkte-Papier war sehr steinig. Umso mehr freut es mich, dass wir uns nun nach solch zähem Ringen auf die Voraussetzungen für eine effektive und prakti-kable Tierwohlförderung im Sinne aller Beteiligten – vor allem der Tiere – einigen konnten." Das Papier sei „ein wichtiges Signal für uns Schweinehalter, dass unsere intensiven Bemü-
hungen berücksichtigt werden. Jetzt muss das Papier in der Umsetzung von allen Seiten auch tatsächlich mit Leben gefüllt werden."

Niedersachsens Landwirtschaftsminister zollte ISN und AEF großes Lob: „Dass Politik, Schweinehalter und Ernährungswirtschaft diesen Schulterschluss zeigen, spiegelt die aktuel-le gesellschaftliche Debatte wider und zeigt, dass die Anliegen der Verbraucherinnen und Verbraucher ernst genommen werden", resümierte Meyer. „Die ,Gemeinsamen Eckpunkte' bringen uns bei der sanften Agrarwende für mehr Tierschutz und Tierwohl ein gutes Stück voran."
Landwirtschaftsministerium, ISN und AEF verfolgen mit den „Gemeinsamen Eckpunkten" mehrere Ziele: erstens eine effektive und praktikable Tierschutzförderung, um auf das bisher übliche routinemäßige Kürzen von Schweineschwänzen zu verzichten. Dabei spielt die von Agrarminister Meyer auf den Weg gebrachte Förderung für mehr Tierschutz im Schweinestall (Ringelschwanzprämie) eine Rolle. Zweitens wird ein „Expertennetzwerk Tierschutz und Tiergesundheit" aufgebaut. Dem Gremium sollen unter anderem Tierärzte, Fütterungsexperten, produktionstechnische Berater und Vertreter von Schlachtunternehmen angehören. „Das wird bundesweit eine Premiere sein", so Meyer. „Denn ein koordiniertes Vorgehen zum Ver-zicht auf das Schwanzkupieren bei Schweinen existiert bislang nicht." Ein ganzheitliches Förder- und Beratungskonzept sei jedoch „unverzichtbar".


Drittens verfolgen die Unterzeichner der „Gemeinsamen Eckpunkte zur Tierwohlförderung" das klare Ziel, „wirksame Anreize für reale und machbare Verbesserungen in der Tierhaltung zu erreichen" – und zwar so, „dass der Strukturwandel nicht verschärft wird". Viertens ist für alle Beteiligten eines wichtig: Staatliche Förderprogramme sollen nicht gegensätzlich konzi-piert werden, sondern sich ergänzen, entweder mit anderen Aktivitäten auf Bundesebene oder auch mit privatwirtschaftlichen Vorhaben wie der „Initiative Tierwohl" zwischen Handel und Landwirtschaft. Dies wird nun mit der Tierwohl-Förderung des Landes und den gemein-samen Gremien gewährleistet.

Der besondere Stellenwert des Eckpunkte-Papiers liegt nach den Worten von Landwirtschaftsminister Christian Meyer auch darin begründet, „dass Niedersachsen insbesondere in der Schweinehaltung bundesweit eine besondere Verantwortung hat". Dies zeige allein ein Blick in die Statistik: „Der Schweinebestand umfasst rund zehn Millionen Tiere – also mehr als ein Drittel der etwa 28 Millionen Schweine bundesweit", so der Minister. „Gemeinsam wollen wir beim Tierschutz vorn sein – ökonomisch verträglich, wissensbasiert und nachhaltig."

Quelle Pressetext und Foto: 
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Hannover

04.06.2015 - Klarheit in der Tierwohldiskussion schaffen

AEF Tierwohl Kreishaus kleinVechta. Tierschutzinitiativen, Tierschutzpläne, Tierschutzlabel standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung, zu der das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern Wachstumsregion Hansalinie e.V., Landesinitiative Ernährungswirtschaft NIEKE sowie Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. eingeladen hatte. Die Referenten stimmten darin überein, dass Licht in den Dschungel der vielfältigen Initiativen gebracht werden muss und ein bundeseinheitliches Vorgehen sowie eine verbindliche Kennzeichnung vonnöten sind.

Landrat Herbert Winkel (Landkreis Vechta) betonte, dass die Nutztierhaltung zukunftsfähig gemacht werden muss. Er riet zu einer Versachlichung der aktuellen Tierwohl-Diskussion. Dazu solle die Veranstaltung beitragen.

Uwe Bartels, Minister a.D. und Vorsitzender des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland, forderte eine nationale Gesamtstrategie für mehr Tierwohl. Bund und Länder müssten sich endlich verständigen. Es dürfe keine Alleingänge geben und kein gegenseitiges Überbieten. Auch gilt es, neben dem Lebensmitteleinzelhandel auch andere für die Vermarktung wichtige Abnehmer in die Pflicht zu nehmen. Mit seinem Positionspapier zum Tierschutz in der Nutztierhaltung habe das AEF bundesweit Akzente gesetzt. Konstruktiv wirke es mit seinen Mitgliedsbetrieben an dessen Umsetzung mit.

Weiterlesen: 04.06.2015 - Klarheit in der Tierwohldiskussion schaffen

28.04.2015 - Zukunftstag! Experimente beim AEF

IMG 3506 kleinVechta. Jugendlicher Besuch beim AEF in Vechta: Julian aus der 5. Klasse der von-Ravensberg-Schule Bersenbrück und Maik, 7. Klasse an der August-Benninghaus-Schule Ankum, waren zu Gast im Projektbüro der „Bioenergie Region Südoldenburg". Projektleiterin Kathrin Albers ließ sich einiges einfallen, um den Schülern Einblicke in ihren Arbeitsbereich und die Aufgaben des AEF sowie in das Thema Bioenergie zu vermitteln. Nach einer kurzen Einführung sollten die beiden dann „richtig" tätig werden. Sie waren die allerersten Testleser eines speziell für Kinder geschriebenen Faktenblatts zum Thema Bioenergie oder „Wie aus Hühnermist Strom und Wärme wird".
Kathrin Albers war gespannt auf das Feedback: „Die Jungen haben gewissenhaft überprüft wie verständlich und tauglich das Kinder-Faktenblatt ist. Die Verbesserungsvorschläge gebe ich natürlich an unsere Agentur weiter." Auch das Experiment darin mussten Julian und Maik testen. Aus Kunststoffflaschen bauten sie kleine Biogasanlagen, um dann in den nächsten Tagen beobachten zu können, wie aus Küchenabfällen und etwas Erde Biogas entsteht. Mit Fotos dokumentierten sie den Versuch. Am Ende des Tages stand dann noch das Eintüten von Einladungen für eine Veranstaltung zum Thema Tierwohl an. Das gehört eben auch zum Job.
Der Zukunftstag – auch Girls' oder Boys Day' – findet jedes Jahr am letzten Donnerstag im April statt und bietet Mädchen und Jungen die Möglichkeit, in das Berufsleben hinein zu schnuppern. Dabei sollen die Schülerinnen im besten Fall überwiegend von Männern ausgeübte Berufe kennen lernen, während die Schüler Arbeitsplätze, die mehrheitlich von Frauen besetzt sind, besuchen sollen.

21.04.2015 - Kooperationsveranstaltung Tierwohl

Schweine treiben klein

Vechta. Das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland e.V. (aef) veranstaltet gemeinsam mit den Kooperationspartnern Wachstumsregion Hansalinie e.V., der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) und NieKE – Landesinitiative Ernährungswirtschaft eine Informationsveranstaltung unter dem Titel: „Tierschutzinitiativen, Tierschutzpläne, Tierschutzlabel – Wer blickt da noch durch?". Die Veranstaltung findet am Dienstag, 02. Juni 2015 um 09.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Kreishauses Vechta statt. Nach der Begrüßung durch den Landrat des Landkreises Vechta, Herrn Herbert Winkel, wird Herr Minister a.D. Uwe Bartels, Vorsitzender des aef, in das Thema einführen. Anschließend folgen Beiträge aus den Bereichen Wissenschaft von Herrn Prof. Spiller, Universität Göttingen, Wirtschaft von Herrn Peter Wesjohann, PHW-Gruppe, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Herrn Min. a.D. Gert Lindemann, Arbeitsgemeinschaft Tierwohl des Bundes und Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt, Frau Anne-Marie Keding, Staatssekretärin. Abgerundet wird die Tagung durch eine Podiumsdiskussion. Mit einem Austausch beim gemeinsamen Mittagessen schließt die Veranstaltung.
Anmelden können Sie sich beim Agrar- und Ernährungsforum – Tel.: 04441-85389-10 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!