Aktuelles

21.02.2017 - Start der Agrivizion-Veranstaltungsreihe mit MP Weil

Fotolia 110831402 S Kopf LegehenneMit der neuen Veranstaltungsreihe „Agrivizion – Oldenburger Münsterland. Wir machen Zukunft“ will das Agrar- und Ernährungsforum (AEF) die Bedeutung der Region als Innovationszentrum für eine nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft herausstellen. Gefördert wird dieses Vorhaben vom EU-Förderprogramm LEADER sowie dem Landkreis Vechta. Zielgruppe dieser Veranstaltungsreihe sind nationale Medienvertreter.

Insgesamt sind vier Pressekonferenzen im Zeitraum von zwei Jahren geplant. Das AEF und Experten aus seinen Reihen haben dazu vier Themenschwerpunkte fixiert: Die Diskussion um die Zucht, die Nährstoffproblematik, moderne Stallsysteme und Energiemodelle zur Ressourcenschonung. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, will das AEF authentische Personen konkrete Lösungen und Perspektiven präsentieren. Die Region Oldenburger Münsterland, so die Aussage des AEF-Vorsitzenden Bartels, sei Vordenker und schon heute in der Lage, Komplett-Lösungen für diese Zielkonflikte aufzuzeigen.

Auftakt dieser Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Wertewandel in den Zuchtzielen“ wird der 22.02.2017 im Burghotel Dinklage unter Anwesenheit des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil sein. Nach dessen Eingangsvortrag sprechen Prof. Dr. Henner Simianer von der Universität Göttingen sowie Prof. Dr. Rudolf Preisinger von der EW-Group GmbH über Antworten der Geflügelzucht auf die aktuelle Diskussion. Prof. Dr. Sabine Petermann vom LAVES wird im Anschluss über den Tierschutz in der Nutztierhaltung sprechen.

09.02.2017 - Bartels kritisiert Anzeigenkampagne des BMUB

BauernregelMit Schreiben vom 09.02.2017 kritisiert Ex-Minister Uwe Bartels die "Bauernregel-Kampagne" von Bundesministerin Dr. Hendricks 

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Dr. Hendricks,
die im Jahr 2015 beschlossenen Millennium-Ziele der Vereinten Nationen sollen alle zugleich im Jahr 2030 erreicht sein. Insgesamt 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung sind der Kern. Ziel 2 beschreibt das für die Landwirtschaft herausragende Thema „Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen sowie eine nachhaltige Landwirtschaft fördern“. Gleichzeitig müssen die Produktivität gesteigert, Umweltschäden reduziert und die Nutzierhaltung so gestaltet werden, dass sie von der Gesellschaft akzeptiert werden. Eine gewaltige Aufgabe, die von allen Beteiligten ein hohes Maß an Engagement, Veränderungsbereitschaft aber auch Kreativität und Know-how verlangt.

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14.01.2016 - Forderung nach einem nationalen Konsens von Bund und Ländern in der Nutztierhaltung

148384HANNOVER/BERLIN. Um das Tierwohl in der Nutztierhaltung zu verbessern, liegen mittlerweile viele Studien und Pläne vor. Indes fehlt ein Agrar-Konsens von Bund und Ländern mit allen gesellschaftlich relevanten Gruppen – von Landwirten bis hin zu Tierschützern. Zu einem solchen Konsens haben heute (Freitag) in einem bemerkenswerten parteiübergreifenden Bündnis Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer sowie frühere niedersächsische Agrarminister und der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes in Berlin aufgerufen. „Wir brauchen eine gemeinsame Nutztierstrategie von Bund und Ländern – für schrittweise Veränderungen in der Tierhaltung mit rechtsverbindlicher Planungssicherheit für die Landwirte und mehr Akzeptanz in der Bevölkerung“, sagte Meyer, der 2017 den Vorsitz der Agrarministerkonferenz (AMK) innehat.

Auch Minister a.D. Uwe Bartels, heute Vorsitzender des Agrar- und Ernährungsforums (AEF) Oldenburger Münsterland, Minister a.D. Gert Lindemann, Vorsitzender des vom Bundeslandwirtschaftsministerium eingerichteten „Kompetenzkreises Tierwohl“, sowie Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder mahnten ein Umdenken an. Wichtig war allen: Schluss mit dem Klein-Klein und Start einer gemeinsamen Bund-Länder-Tierwohlstrategie. Dazu Meyer: „Derzeit wird in jedem Bundesland eine andere Debatte über Tierhaltung geführt. Das nützt niemandem etwas, am wenigsten den Tieren. Wir dürfen uns beim Tierschutz nicht länger verzetteln.“ Allen müsse aber klar sein: „Mehr Tierschutz gibt es nicht zum Nulltarif. Die Verbraucher werden mehr zu bezahlen haben, zugleich müssen Bund und Länder Anreize für mehr Tierwohl schaffen.“

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25.11.2016 - CETA als Chance für die niedersächsische Agrar- und Ernährungswirtschaft

IMG 0071 kleinRund 50 Vertreter des südoldenburgischen Agrar- und Ernährungssektors folgten am 25.11.2016 der Einladung des Agrar- und Ernährungsforums OM in das Rathaus der Stadt Vechta. Thema des Nachmittags war das CETA Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada. Unter dem Titel „CETA auf der Zielgeraden – ein Fluch oder Segen“, referierte der Vorsitzende des EU-Handelsausschusses und Mitglied des europäischen Parlamentes, Bernd Lange.

Gleich zu Beginn kam Uwe Bartels, der Vorsitzende des AEF und ehemalige niedersächsische Landwirtschaftsminister, auf die gescheiterten Verhandlungen in Sachen TTIP zu sprechen. „Die Ängste der Bevölkerung wurden durch Geheimniskrämerei und Verhandlungen hinter geschlossenen Türen noch zunehmend geschürt“. Begriffe wie „Chlorhühnchen“ und „Hormonfleisch“ hätten sich in den Köpfen der Verbraucher manifestiert. Nun, nach Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA, sei TTIP wohl nicht mehr zu retten. Gerade vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Veränderungen in den USA, habe das CETA-Handels-abkommen eine noch größere Bedeutung, so Bartels.

Auch Lange bezeichnete die gescheiterten TTIP-Verhandlungen als einen „Kommunikations-Supergau“. Die Gespräche um CETA hingegen liefen bis dato sehr erfolgreich. Das liege wohl auch daran, so Lange, dass bereits seit 1976 eine faire Handelspartnerschaft mit Kanada bestehe und das Land immer ein enger politischer Verbündeter der EU (z.B. in Sachen Friedenspolitik) mit ähnlich gesellschaftlichen Strukturen war.

Die Verhandlungen erstrecken sich über die Bereiche „Marktzugang“, „Das Setzen von Standards“ sowie „handelbegleitende Maßnahmen“. Verhandelte man in der Vergangenheit vorrangig nur um den Abbau von Handelszöllen, so seien es heute vielmehr die Standards, die es abzugleichen und zu unterscheiden gebe; dieses sei für die Exportindustrie ein nicht unerheblicher Aspekt. In Kanada habe nach wie vor die Prozessqualität eine hohe Bedeutung, die Waren in der EU hingegen werden nach dem Vorsorgeprinzip hergestellt.

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17.11.2016 - AEF bringt nationalen Aktionsplan für die Agrar- und Ernährungswirtschaft auf den Weg

Deckblatt WebsiteHannover – 17.11.2016. Schon seit langem stehen sich die Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft kritisch gegenüber, welchen Weg die Agrar- und Ernährungswirtschaft in Deutschland einschlagen sollte. Dieser seit langem schwelende Dauerkonflikt wird auf Kosten der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der hiesigen Landwirtschaft ausgetragen. Das Agrar- und Ernährungsforum (AEF) will – auch im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Räume – diesen Konflikt beenden und hat eigens dafür einen „Nationalen Aktionsplan als Grundlage einer zukunftsfähigen Agrar- und Ernährungswirtschaft in Deutschland“ erarbeitet.

Dieser Aktionsplan wurde gestern auf der EUROTIER im Rahmen des Parlamentarischen Abends, der von dem AEF und dem Verbund Oldenburger Münsterland ausgerichtet wurde, an den Niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer und an die weiteren Podiumsteilnehmer überreicht. Passend gewählt war das Diskussionsthema der diesjährigen Podiumsdiskussion „Gesellschaftliche Anforderungen an die Nutztierhaltung – Wer unterstützt die Tierhalter bei der Umsetzung und welche Auswirkungen haben nationale Eingriffe in einem globalen Markt“. Unter Moderation von Dr. Ludger Schulze Pals bezogen Minister Christian Meyer, Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, Heinrich Dierkes, Dr. Alexander Hinrichs, Landrat Herbert Winkel sowie der AEF-Vorsitzende Uwe Bartels auf dem Podium Stellung zu diesem Thema.

 

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