Aktuelles

29.06.2018 - Landwirtschaft wieder in die Mitte der Gesellschaft holen

Otte Kinast Website„Das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland unter Vorsitz von Uwe Bartels hat für jede Herausforderung einen Plan“, so resümierte Niedersachsens Agrarministerin Otte-Kinast am vergangenen Freitag über die Arbeit des Forums auf seiner Netzwerkveranstaltung im Gasthof Sextro in Vechta. Die Existenz des AEF sei noch nie so wichtig wie heute. Es liefere der Politik wertvolle Beiträge und sei das Sprachrohr der Wertschöpfungskette der Agrar- und Ernährungswirtschaft im Oldenburger Münsterland.

Bartels hatte die Ministerin eingeladen, um die Position der Landesregierung zu dem Thema Planungssicherheit für die Tierhalter angesichts der schnellen Veränderungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in Erfahrung zu bringen.

Er benannte dazu die konkreten Herausforderungen der Tierhalter: Tierwohllabel, Kastenstand, Ferkelkastration und die Nährstoffüberschüsse. Zu diesen Aspekten seien dringend klare Antworten nötig. Er appellierte deutlich, dass es einer entsprechenden agrarpolitischen Rahmensetzung auf kommunaler, Landes-, Bundes- und auf EU-Ebene bedürfe. So habe das AEF kürzlich zur Bewältigung der Nährstoffsituation einen Masterplan für eine nachhaltige Nährstoffkreislaufwirtschaft auf den Weg gebracht. Positiv bewertete er die Planung im Landeshaushalt für den Lagerstättenbau in Höhe von 10 Mio. Euro. Er verwies zudem auf die fehlende Ausrichtung der politischen Akteure in Sachen Kastenstand und Ferkelkastration. Mit Zahlen unterstrich Bartels den rasanten Strukturwandel der niedersächsischen Schweinehaltung. „Die Unruhe unter den Sauenhaltern ist enorm groß. Eine Fortsetzung des Strukturwandels ist nicht verkraftbar und wäre in seinen Auswirkungen in vielfältiger Weise desaströs“, warnte Bartels. Er forderte für alle Entscheidungen in der Politik, dass Fragen der Wirtschaftlichkeit und der Folgenabschätzung vollumfänglich berücksichtigt würden. Was das Thema Tierwohllabel angelange, so forderte dieser die Einbeziehung von verarbeiteter Ware.

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18.06.2018 Alternative Haltungsformen: Umweltminister Olaf Lies zu Besuch im Offenstall für Schweine

Offenstall neu BebberVechta / Samern - Das Konzept der Offenstallhaltung bietet vielseitige Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich Tierwohl und Umweltschutz. Davon konnte sich der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies bei seinem Besuch auf dem Hof Bodenkamp in Samern am 18. Juni selbst überzeugen. Auch Vertreter der kommunalen Verwaltung, des Agrar + Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (aef) und des Vereins zur Förderung der Of-fenstallhaltung von Schweinen begleiteten den Besuch. „Gute Haltungsbedin-gungen und die Beachtung unserer verbindlichen Umweltstandards sollten sich nicht ausschließen“; sagte Umweltminister Olaf Lies. „Jetzt gilt es zu prüfen, wie sich beide Zielsetzungen rechtlich vereinbaren lassen.“

Genehmigungshürden bei der Umsetzung alternativer Stallsysteme
Bei einem Offen- oder auch Außenklimastall ist der Stall an mindestens einer Seite komplett offen und in seinen Funktionsbereichen dem natürlichen Verhalten der Schweine angepasst. Auch wenn tiergerechte Haltungsformen dieser Art politisch gefordert werden und in der Öffentlichkeit große Akzeptanz erfahren, stoßen Landwirte bei der praktischen Umsetzung oft auf bürokratische und rechtliche Hürden. Insbesondere beim Bau- und Immissionsschutzrecht sorgt die aktuelle Genehmigungslage für Konflikte. Daher sprachen Landwirt Dr. Jens van Bebber, Gründungsmitglied im Offenstall-Verein, und Olaf Lies bei ihrem gemeinsamen Rundgang durch den Offenstall insbesondere über Verbesserungsmöglichkeiten dieser Rahmenbedingungen. Dies ist auch das Thema des interministeriellen Arbeitskreises (IMAK) der niedersächsischen Landesregierung, der seit zwei Jahren auf Wunsch des aef besteht und auch von der neuen Regierung fortgesetzt wird.

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15.06.2018 - „Perlen vor die Säue“ – Antworten des Oldenburger Münsterlandes auf die Herausforderungen der modernen Tierhaltung.

MikroalgenPressekonferenz am 15.06.2018 im Landgasthof Engelmannsbäke in Visbek

Unter dem Titel „Perlen vor die Säue – Innovatives Mikroalgen-Konzept“ hat am 15.06.2018 die nunmehr vierte „AGRIVIZION-Pressekonferenzreihe“ in Visbek stattgefunden. Initiiert wurde diese Pressekonferenz von dem Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) unter Vorsitz des ehemaligen niedersächsischen Landwirtschaftsministers Uwe Bartels.

Mit der Veranstaltungsreihe „AGRIVIZION – Oldenburger Münsterland. Wir machen Zukunft“, die vom EU-Förderprogramm LEADER und dem Landkreis Vechta gefördert wird, hat das AEF die Bedeutung der gesamten Region als Innovationszentrum für eine nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft herausgestellt.
Bei dieser nunmehr letzten Pressekonferenz wurde ein Produktionssystem für die Phytopharmazie, ein Photobioreaktor, vorgestellt. Vom Unternehmer Rudolf Cordes aus Langförden entwickelt, werden aus Mikroalgen Substanze mit antibiotischer Wirkung hergestellt. Die Gefahr der Resistenzbildung durch den Einsatz herkömmlicher antimikrobiell wirksamer Medikamente ist wissenschaftlich bewiesen und stellt die Human- und die Veterinärmedizin vor hohen Herausforderungen. Zudem steht der Einsatz von Antibiotika in der intensiven Tierhaltung zunehmend in der Kritik. Gerade das Oldenburger Münsterland, eine Region mit bekanntlich intensiver Nutztierhaltung, ist gefordert für diese Herausforderungen nach alternativen Lösungen zu suchen.

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11.06.2018 - Perlen vor die Säue: AGRIVIZION-Pressekonferenz zur Vorstellung eines innovativen Mikroalgenkonzeptes

Perlen vor die SueUnter dem Titel „Perlen vor die Säue – Innovatives Mikroalgen-Konzept“ findet am 15.06.2018 die nunmehr vierte und letzte „AGRIVIZION-Pressekonferenz“ in Visbek statt. Initiiert wird diese Pressekonferenz von dem Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) unter Vorsitz des ehemaligen niedersächsischen Landwirtschaftsministers Uwe Bartels.

Mit der Veranstaltungsreihe „AGRIVIZION – Oldenburger Münsterland. Wir machen Zukunft“ will das AEF die Bedeutung der gesamten Region als Innovationszentrum für eine nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft herausstellen.

Insbesondere der Einsatz von Antibiotika in der intensiven Tierhaltung steht in der Kritik. Die Gefahr der Resistenzbildung durch den Einsatz antimikrobiell wirksamer Medikamente ist wissenschaftlich beweisen und stellt die Human- und die Veterinärmedizin vor hohen Herausforderungen. Auch das Oldenburger Münsterland, eine Region mit bekanntlich intensiver Nutztierhaltung, ist bei auftretenden Krankheiten in ihren Tierbeständen auf wirksame Antibiotika angewiesen.

Das Unternehmen S2B GmbH hat für die Phytopharmazie ein einzigartiges und sicheres Produktionssystem entwickelt. Damit ist ein großer Schritt in Richtung Ersatz von heute noch teuer produzierter Antibiotika durch den Einsatz von Mikroalgen mit antibiotischer Wirkweise erfolgt.

Anhand dieses neu entwickelten Mikroalgen-Produktionssystems möchte das AEF exemplarisch eine innovative Lösung zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der modernen Tierhaltung vorstellen. Dazu sind interessierte Vertreter der Presse herzlich eingeladen am

                      Freitag, 15.06.2018 um 11:00 Uhr
                      im Landgasthof Engelmannsbäke, Engelmannsbäke 31 in 49429 Visbek

Prof. Dr. Ilka Axmann von der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf wird das Mikroalgen-konzept aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten.

Gefördert wird diese Pressekonferenz-Reihe vom EU-Förderprogramm LEADER sowie dem Landkreis Vechta. Zielgruppe dieser Veranstaltungsreihe sind nationale Medienvertreter.

01.06.2018 - Tierschutz/Tierwohl - Tierschutzbeauftragte Silvia Breher MdB besucht Brand Qualitätsfleisch

Foto Brand

Am vergangenen Freitag (25. Mai) besuchte die Löninger CDU Bundestagsabgeordnete Silvia Breher das Unternehmen Brand Qualitätsfleisch in Lohne. Niko und Paul Brand führten die Tierschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion durch ihr Unternehmen, damit sich die Abgeordnete ein detailliertes Bild über die tierschutzrelevanten Vorgänge bei der Schlachtung machen konnte. Das beinhaltete auch die Organbefunde und die risikoorientierte Fleischbeschau in der Praxis.

Auch die Haltungs- und Herkunftskennzeichnung wurde intensiv erörtert. Frau Breher sagte, dass der Gesetzentwurf für ein staatliches Tierwohllabel im Herbst vorgestellt werde und betonte, dass der erste Schritt zur Einführung die Freiwilligkeit darstelle. Die Bereitschaft sich zu beteiligen sei in der Branche vorhanden, das zeige Brancheninitiative Tierwohl bereits äußerst eindrucksvoll.

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