Aktuelles

09.12.2021: Digitale Zukunftsprojekte für die Agrar- und Ernährungswirtschaft

In ganzen Bereichen der Landwirtschaft und der nachgelagerten Wertschöpfungskette finden sich innovative Anwendungen zur Verbesserung des Tierwohls, zur Effizienzsteigerung im Ackerbau oder bei der Verarbeitung, in der Reduktion von Treibhausgasemissionen sowie von Ressourcenverbräuchen.

Das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland e.V. (kurz: AEF) unter Vorsitz von Sven Guericke lädt seine Mitgliedsunternehmen sowie weitere Interessierte

                          am Donnerstag, 09. Dezember 2021 um 14:00 Uhr

zu seinem nächsten Netzwerkforum ein. Aufgrund der derzeitigen Corona-Situation findet dieses Forum virtuell statt.

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden zwei innovative Digitalprojekte, die entscheidende Perspektiven für die Agrar- und Ernährungsbranche aufzeigen, von KI-Experten vorgestellt. Dazu zählen die Projekte „Digi-Schwein“ von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie „AGRI-GAIA“ vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH und weiteren Konsortialpartnern.Die Veranstaltung wird moderiert von dem Sprecher der AEF-Arbeitsgruppe "Digitalisierung", Dr. Henning Müller.

Anmeldungen dazu nimmt die AEF-Geschäftsstelle unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.

 

15.11.2021: Transformation der Agrar- und Ernährungswirtschaft erfordert schnelle Umsetzung und umfangreiche finanzielle Unterstützung

2021 04 30 SG BaumDass der Umbau der Nutztierhaltung von weiten Teilen der Gesellschaft eingefordert wird, sei unstrittig, so der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (kurz: AEF), Sven Guericke. Der Wirtschaftsverein mit Sitz in Vechta bildet die Stimme von rund 100 namhaften Mitgliedsunternehmen aus der Agrar- und Ernährungsbranche der Region ab.

In vielen Gesprächen und Diskussionen mit Vertretern aus Wirtschaft, Verbänden sowie aus der Politik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sei deutlich geworden, dass alle Gesprächspartner ihre klare Bereitschaft signalisierten, den Transformationsprozess der Branche aktiv zu unterstützen und zu begleiten. Es wurde in den Gesprächen auch klar herausgestellt, dass das Heft des Handels nun ganz allein bei der Politik läge. So bedürfe es für den Umbau der Tierhaltung eines verbindlichen und rechtskonformen Finanzierungsmodells sowie einer längst überfälligen Anpassung des Bau- und Umweltrechts.

„Genau wie die Automobil- oder die Energiewirtschaft gehört die Agrar- und Ernährungswirtschaft zu den wichtigsten Partnern und Treibern der Transformation hin zu nachhaltigeren Wirtschaftsformen.“, so Guericke. „Ohne die finanzielle und ideelle Unterstützung des Bundes und der Länder ist aber eine agrarstrukturverträgliche Transformation in der Agrar- und Ernährungsbranche perspektivisch nicht leistbar.“ Landwirt*innen seien das schwächste Glied in der gesamten Wertschöpfungskette und benötigten ein klares Bekenntnis der Gesellschaft und der politisch Verantwortlichen zur Zukunft der Landwirtschaft. Dies umso mehr vor dem Hintergrund der derzeit desolaten wirtschaftlichen Situation auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben.

Trotz aller widrigen Umstände bescheinigte Guericke den Branchenbeteiligten den unbedingten Willen, diesen Transformationsprozess nun anzugehen. Die Landwirte und Unternehmen stünden dafür seit Monaten in den Startlöchern, würden aber in ihren Ambitionen regelrecht durch fehlenden politischen Willen ausgebremst. Er appellierte - als Vertreter der AEF-Mitgliedsunter

nehmen – insbesondere an die künftigen Regierungspartner, den Vertrauensvorschuss der Bürger*innen nicht leichtsinnig zu verspielen, sondern auf Grundlage der Empfehlungen der Borchert-Kommission und der Zukunftskommission Landwirtschaft den Umbau der Branche entschlossen anzugehen. „Die neue Regierung muss endlich ehrgeizig, sach- und lösungsorientiert sowie mit finanz- und planungssicheren Instrumenten den angestoßenen Prozess vorantreiben.“, so der AEF-Vorsitzende. Dabei sei die Politik gut beraten, die Details des Transformationsprozesses mit Augenmaß und unter Einbeziehung der Beteiligten aus Land- und Ernährungswirtschaft in Angriff zu nehmen. Eine Überforderung der Branche durch überzogene Forderungen oder Zeitpläne gefährde nicht nur viele Arbeitsplätze, sondern auch die Perspektiven der heimischen Land-und Ernährungswirtschaft.

25.10.2021: Umbau der Tierhaltung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Appell des AEF an die Politik, die Borchert-Empfehlungen nach erfolgter Regierungsbildung prioritär zu behandeln.

2021 10 25 MGV BDIn seiner diesjährigen Mitgliederversammlung des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (kurz: AEF) skizzierte der Vorsitzende, Sven Guericke, eindringlich die existenzbedrohliche Situation auf den landwirtschaftlichen Betrieben und mahnte die zügige Umsetzung der Borchert-Empfehlungen an. Eingeladen hatte das AEF dazu seine mehr als 100 Mitgliedsunternehmen in das Unternehmern Big Dutchman nach Vechta. Christoph Metzner, politischer Referent des Deutschen Raiffeisenverbandes, präsentierte in Vertretung von Franz-Josef Holzenkamp, die Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft (kurz: ZKL). Das Grußwort sprach der neu gewählte Präsident der Oldenburgischen IHK, Jan Müller. Einstimmig in den Vorstand des AEF wählte das Gremium im offiziellen Teil der Veranstaltung den geschäftsführenden Gesellschafter der Bröring Unternehmensgruppe, Bernd Bröring.

„Die Vielzahl der Lasten, die Tierhalter*innen derzeit zu ertragen haben, ist erdrückend“, machte Guericke gleich zu Beginn deutlich. Damit zielte er mit seinen Ausführungen nicht nur auf die finanzielle Situation der Höfe ab, sondern insbesondere auf die fehlende Planungssicherheit und den mangelnden erkennbaren politischen Willen, sich endlich zur Zukunft der Tierhaltung in Deutschland zu bekennen. In der gesamten Agrar- und Ernährungsbranche herrsche Krisenstimmung. So träfen die Branche mit voller Wucht aktuell die Unzulänglichkeiten des Systems und das Zögern der Bundespolitik bei der Umsetzung der vorliegenden Borchert-Empfehlungen. „Wir fordern, dass die Politik nach Bildung der neuen Bundesregierung schnellstmöglich zu einer Grundsatzentscheidung in punkto verlässlicher und langfristiger Finanzierung des Mehraufwandes für die Tierhalter kommt; Modelle dafür liegen auf dem Tisch“, so der Appell des AEF-Vorsitzenden. Auch baurechtliche Hürden müssten müssen angepasst und aufeinander abgestimmt werden, so dass Tierwohlställe bevorzugt gebaut bzw. entsprechend umgebaut werden könnten. Ein großer Chancentreiber für den Transformationsprozess der Branche und für das Erreichen der Klimaziele sei die Digitalisierung. Sie ermögliche nicht nur die Reduktion von Treibhausgasemissionen und Ressourcenverbräuchen sondern diene insbesondere auch zur Steigerung der Effizienz, sei es im Ackerbau, in der Tierhaltung oder in der Verarbeitung. Der gesamten Wertschöpfungskette im Oldenburger Münsterland müsse es gelingen, den notwendigen Transformationsprozess entsprechend dem Leitsatz „Nachhaltigkeit durch Innovation“ zu gestalten. Die Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft bildeten dafür über alle Teile der Wertschöpfungskette eine geeignete Richtschnur.

Metzner, der im und für den DRV maßgeblich an dem 190-seitigen Empfehlungsbericht der ZKL mitgewirkt hat, stellte in seinen Ausführungen die Chancen des Transformationsprozesses für alle Branchenbeteiligten dar. Der Umbau der Tierhaltung sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die alle Akteure in die Pflicht nehme. Mit den Empfehlungen sei man erstmalig über alle relevanten Gruppen hinweg in den engen Dialog getreten. „Dieser Dialog ist als Auftakt zu verstehen, der konsequent weitergeführt werden muss“, so der DRV-Referent. Dass letztlich weniger Tiere in Deutschland gehalten würden und die Intensität des Ackerbaus leiden werde, wurde innerhalb der Reihen kontrovers diskutiert. Mit den Worten „Machen ist das neue Wollen“ ermutigte er die Zuhörer und Branchenkenner, die Transformation aktiv anzugehen und diese grundsätzlich anzunehmen.

Der jüngst gewählte neue Präsident der Oldenburgischen IHK, Jan Müller, unterstrich in seinem Grußwort die Gemeinsamkeiten und die Bedeutsamkeit des AEF. Allein im Kammerbezirk mache das Ernährungsgewerbe fast 49 % des Industrieumsatzes aus. So gebe es bei den Heraus-forderungen der Region zahlreiche Überschneidungen, die man gemeinsam mit dem AEF angehen könne. Dazu zählten Themen wie der Ausbau der regionalen Infrastruktur, - verkehrstechnisch wie auch digital – der Fachkräftemangel sowie die Verbesserung der Mobilität.

25.10.2021: AEF nimmt die Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft unter die Lupe

Zu seiner diesjährigen Mitgliederversammlung lädt das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF)

                            am 25. Oktober 2021 um 16:00 Uhr 
                            bei der Firma Big Dutchman in 43977 Vechta

seine Mitgliedsunternehmerinnen und – unternehmer ein.

Im Anschluss an den offiziellen Teil, in dem der Vorsitzende des AEF, Sven Guericke, den Jahresbericht vorstellt, wird der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes und Mitglied der von Kanzlerin Angela Merkel eingerichteten „Zukunftskommission Landwirtschaft“ den Abschlussbericht dieser Kommission vorstellen und gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutieren. Der Vortragstitel lautet:

» Die Empfehlungen der ZKL für eine zukünftige Agrarpolitik: Eine Roadmap mit Hindernissen oder mit reellen Chancen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft? «

Anmeldungen seiner Mitgliedsunternehmen nimmt die Geschäftsstelle des AEF unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation weist das AEF darauf hin, dass nur geimpfte oder genesene Personen (2G-Regelung) Zugang zu der Veranstaltung haben.

 

02.09.2021: "Die Branche muss lernen, in ganzen Ketten zu denken"

2021 09 02 Ebner StolzOb es ein Weiter-So in der Agrar- und Ernährungswirtschaft geben werde, damit befassten sich im Rahmen einer hybriden Veranstaltung am 02.09.2021 im Hause der MIAVIT in Essen ca. 100 Branchenvertreter. Eingeladen dazu hatte das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (kurz: AEF) unter seinem neuen Vorsitzenden, Sven Guericke. Zwei Agrarexperten der Unternehmensberatung Ebner Stolz aus Frankfurt, Klaus-Martin Fischer und Christoph Havermann, wagten einen perspektiven und bisweilen schonungslosen Blick auf die Zukunft der Branche. Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Sprecher der AEF-Arbeitsgruppe „Strategien für die Lebensmittelwirtschaft“, Johannes Eiken.

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