Aktuelles

28.03.2019 - Veranstaltungshinweis "Die Agrarwirtschaft in der Filterblase"

FilterblaseDie Universität Vechta - in Kooperation mit dem Verbund Transformationsforschung Agrar Niedersachsen - laden Sie herzlich ein zu einer Verbundveranstaltung unter dem Titel 

          "Die Agrarwirtschaft in der Filterblase -
           Verzerren Twitter, Google, Facebook & Co. unsere Sichtweisen auf die Agrarwirtschaft?" 
           am Donnerstag, 28. März 2019 um 09:30 Uhr
           im Kreishaus Vechta, Ravensberger Straße 20 in 49377 Vechta.

Für das dialogorientierte Fachsymposium konnten renommierte Vortragende aus Wissenschaft und Praxis gewonnen werden. Der FAZ-Journalist, Dr. Jan Grossarth, führt durch die Veranstaltung. Mit diesem Link gelangen zu dem Programm.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Aufgrund der begrenzten Plätze wird um Anmeldung bis zum 22. März 2019 unter www.transformationsforschung-agrar.de gebeten.

Hintergrund: Einseitige Informationen führen zu einseitigen Meinungen. Populismus und Meinungsextreme können die Folge sein. In einer sogenannten Filterblase erreichen Menschen nur noch gefilterte Informationen, die der eigenen Vorstellung und Meinung entsprechen. Dies kann sowohl eine verengte Sichtweise als auch eine Verschiebung der öffentlichen Diskussion - weg von neutralen Fakten und sachlichen Argumenten - begünstigen. Soziale Medien können in diesem Rahmen zu einer unkontrollierbaren Dynamik in der Verbreitung und Zuspitzung von einseitigen Meinungsbildern führen, wobei die Landwirtschaft ein prominentes Beispiel für dieses Phänomen ist.

28.02.2019 - Klimawandel nicht zu leugnen – Gemeinsames „Klimahandeln“ der Agrar- und Ernährungsbranche jetzt angehen

2019 02 28 Klimatagung Gruppe   KopieWie die Land- und Ernährungswirtschaft sich künftig auf wettertechnische Extremsituationen vorbereiten kann und wie sich die Betriebe entsprechend anpassen und welchen Beitrag sie zur Senkung der Treibhausgase leisten können, dazu haben sich Vertreter der Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung am 28.02.2019 in der Universität Vechta vor rund 140 Interessierten ausgetauscht. Eingeladen hatten der Verbund Transformationsforschung agrar Niedersachsen sowie das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland. Moderiert wurde die Veranstaltung vom ARD-Wetterexperten Donald Bäcker.

 

„Das Thema Klimawandel wird für die Agrar- und Ernährungswirtschaft in den nächsten Jahren ein Thema sein, dass nicht unterschätzt werden sollte“, ordnet die Geschäftsführerin des Verbunds Transformationswissenschaften, Dr. Barbara Grabkowsky, die Tagung ein. „Notwendig, insbesondere für eine zukunftsfähige Landwirtschaft, sind Anpassungen an den Klimawandel, aber auch weitere Anstrengungen, den Treibhausgasausstoß der Landwirtschaft weiter zu verringern. Diese Aufgaben lassen sich aber nur angehen, wenn alle Akteure lösungsorientiert und zielgerichtet zusammenarbeiten. Klimaschutz betrifft uns alle.“
Der Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

In seinem fachlichen Grußwort wies auch Dr. Volker Wachendörfer von der Deutschen Bundestiftung Umwelt auf die Bedeutung des Klimawandels für die Gesellschaft hin. Er stellte heraus, dass es bei der Bewältigung der Klimaveränderungen nicht nur um technologische Herausforderungen gehe, sondern insbesondere auch um einen Ausbau von Kooperationen der Beteiligten. „Wir dürfen die Komplexität des Klimawandels nicht verschweigen“, so Wachendörfer. Es brauche daher neue Bildungs- und Kommunikationsformate sowie faktenbasierte und transparente Bewertungssysteme.

Die Bedeutung der Bewertungssysteme hob auch Ansgar Lasar, Klimabeautragter der Landwirtschaftskammer Niedersachen, in seinen Ausführungen hervor. Er berichtete von Erfahrungen mit einzelbetrieblichen Klimabilanzen. Diese zeigten, dass in vielen Betrieben bereits geeignete Stellschrauben ermittelt werden konnten, um erhebliche Treibhausgasemissionen einzusparen, sagte Lasar „Diese Einsparungen rechnen sich für die Betriebe auch betriebswirtschaftlich.“ Für einen nachhaltig gesicherten Klimaschutz sei die Branche jedoch gefordert, die produktbezogenen Emissionen entlang der gesamten Produktionskette zu ermitteln, so Lasar weiter.

Wie groß die Schäden von extremen Wetterereignissen für die die Branche und die Volkswirtschaft sind, zeigte Dr. Sebastian Lackner von der Universität Göttingen anhand des Hitzesommers 2018. Er rechnet damit, dass die Anträge in Niedersachsen auf Dürrebeihilfen die zu Verfügung stehende Beihilfesumme in Niedersachsen deutlich überschreiten werden. „Aus heutiger Perspektive ist es wenig denkbar, dass der Staat auch in Zukunft bei Dürreperioden Beihilfen anbietet, Ernteversicherungen werden daher zunehmend an Bedeutung gewinnen“, prognostizierte Lackner.


Anpassungsstrategien für Ackerbau und Nutztierhaltung
Steigende Futterpreise, Kosten für die Beregnung und Ernteeinbußen durch extreme Wetterereignisse belasteten die Betriebe. Auf diese Herausforderungen müssen sie Antworten finden. Prof. Dr. Imke Traulsen, ebenfalls von der Universität in Göttingen, beschrieb dazu in ihrem Beitrag, dass Strategien zur Reduktion von Hitzestress bei Tieren mit baulichen, management- und tierbezogenen Strategien notwendig werden. Hier gebe es jedoch noch wesentlichen Forschungsbedarf, um jedwede Möglichkeiten zur Hitzestressvermeidung bei Nutztieren voll auszuschöpfen, sagte die Wissenschaftlerin. Sie verwies aber schon auf Ergebnisse zu effektiven und kostengünstigen Maßnahmen der Hitzestressvermeidung.

Auch der Gemüsebau hat im letzten Jahr einige Anstrengungen auf sich nehmen müssen, um den Folgen der Dürre entgegenzuwirken. Es gelte, so Dr. Carsten Vorsatz von Gemüsebau Mählmann aus Cappeln, bereits jetzt langwierige Wasserspeicherfähigkeiten der Böden zu verbessern und die Leidensfähigkeit der Kulturen exakt auszutesten.
Das bestätigt auch Kartoffellandwirt Dr. Holger Hennies aus Uetze. „Vielfältige Fruchtfolgen mindern das Anbaurisiko und verbessern die Wasserhaltefähigkeit der Böden. Weiterhin wirken sich klimaunabhängige Betriebszweige und Einkommensquellen stabilisierend auf die Betriebe aus“, so seine Aussage.

Weitere Anstrengungen notwendig
Die abschließende Podiumsdiskussion eröffnete Prof. Dr. Marco Rieckmann von der Universität Vechta. Er stellte das Projekt „TeRRIFICA“ vor, an dem auch die Universität Vechta beteiligt ist. In dem europaweiten Projekt arbeiten verschiedene Akteursgruppen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Administration und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam innovative, notwendige und akzeptierte Klimaanpassungsmaßnahmen zu entwickeln. Riemann rief die Anwesenden auf, sich an diesem Projekt zu beteiligen, um den Dialog und die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen auf breiter Ebene zu befördern.

Wie wichtig es sei, diese Anstrengungen mit Teilhabe aller Beteiligten und der Gesellschaft konstruktiv und pro-aktiv anzugehen, betonten auch die Podiumsteilnehmer während der Diskussion. Davon kann sich die Landwirtschaft nicht ausnehmen. Hierzu Uwe Bartels, AEF-Vorsitzender und Ex-Landwirtschaftsminister: „Der Klimawandel ist da. Auch die Agrarwirtschaft in Deutschland und natürlich in Niedersachsen muss deshalb reagieren und Gegenmaßnahmen finden. Das ist Konsens. Es gilt nun abzuwägen: Welche Maßnahmen nutzen der Gesellschaft und dem Klima und wo wären die Auswirkungen eher gering und würden die Produktion der Lebensmittel ins weniger klimaeffiziente Ausland verlagern? Das würde viele kleine Betriebe in die Knie zwingen und das gilt es unter allen Umständen zu verhindern.“

27.02.2019 - Minister überreichen Förderbescheid

Praktikernetzwerk 2019Hannover: 300.000 Euro für Praktikernetzwerk Wirtschaftsdünger - Nährstoffmanagement
für Wasserschutz in der Modellregion Oldenburger Münsterland

„Wir müssen gemeinsam alles dafür tun, damit wir unser Grundwasser besser schützen. Um die Nährstoffüberschüsse zu reduzieren, benötigen wir kluge Lösungen, damit wir den Betrieben eine Hilfestellung anbieten können. Deshalb bin ich froh über diese gemeinsame Initiative“, betonte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast anlässlich der Übergabe des Förderbescheids für das „Praktikernetzwerk Wirtschaftsdünger - Nährstoffmanagement für Wasserschutz in der Modellregion Oldenburger Münsterland“ am Dienstag (26. Februar) in Hannover.

Kooperationspartner sind die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Niedersachsen (ISN) aus Damme, das Agrar- und Ernährungsforum (aef) Oldenburger Münsterland, die Landvolkkreisverbände Cloppenburg und Vechta, der Niedersächsische Geflügelwirtschaftsverband und die Stiftung Gewässerschutz Weser-Ems.

Das Landwirtschaftsministerium und das Umweltministerium finanzieren das Vorhaben mit jeweils 150.000 Euro aus Landesmitteln. Die Förderung läuft bis 2021.

Zentrales Ziel des „Praktikernetzwerks Wirtschaftsdünger“ ist es, kurzfristig einen wesentlichen Baustein zur Schließung von Lücken überregionaler Nährstoffkreisläufe zu liefern. Im Mittelpunkt steht dabei die Separations- und Aufbereitungsmöglichkeiten so weiterzuentwickeln, dass die Wirtschaftsdünger in marktfähige Nährstoffe umgewandelt werden, damit diese deutlich zielgerichteter und effektiver als Ersatz für mineralischen Dünger im Pflanzenbau eingesetzt werden können.

Diese Ansätze sollen auf einer Reihe von Betrieben in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg geprüft und wenn möglich auch umgesetzt werden. Parallel sollen die Erfahrungen im Rahmen des Netzwerkes zwischen den Beteiligten ausgetauscht und darüber hinaus an alle schweinehaltenden bzw. tierhaltenden Betriebe in der Region weitergetragen werden. Die erarbeiteten Lösungen sollen somit auch als Beispiele bzw. Blaupause für alle Betriebe dienen, insbesondere in den Regionen Niedersachsens, in denen nach wie vor hohe Nährstoffüberschüsse zu verzeichnen sind.

Zum Projektstart sagte Umweltminister Olaf Lies: „Wir unterstützen den Netzwerkansatz aus Sicht des Grund- und Trinkwasserschutzes ausdrücklich, da das Know-How der Praktiker vor Ort genutzt wird. Neben der Reduzierung von Nährstoffüberschüssen muss bei der Aufarbeitung von Wirtschaftsdünger die Qualitätssicherung der Endprodukte im Vordergrund stehen.“

Für das Agrar- und Ernährungsforum erklärte Vorsitzender Uwe Bartels: „Insbesondere vor dem Hintergrund der bisher noch unzureichenden Lösungsansätze sowohl in der abgebenden als auch in der aufnehmenden Region sowie der drohenden Verschärfung der Düngeverordnung, sind noch weitere konzertierte Anstrengungen aller Akteure nötig, um diese Herausforderung für unsere Region ökologisch und ökonomisch zu bewältigen.“ Die Region Südoldenburg könne deshalb einen wesentlichen Erkenntnisgewinn für die Herausforderung Nährstoffüberschüsse liefern.

Ausdrücklich begrüßte Heinrich Dierkes, Vorsitzender der ISN, die Einbindung der Landwirte: „Wir Landwirte wollen die Lösung der Nährstoffverteilung nicht anderen überlassen, sondern nehmen die Herausforderung selbst in die Hand - ohne das Rad neu erfinden zu wollen. Das heißt, es geht nicht nur um den Transport von Gülle in Ackerbauregionen. Es geht vielmehr darum, funktionierende Aufbereitungsverfahren für Gülle in den breiten Praxiseinsatz zu bekommen.“ Gemeinsam sollen die Fragen erörtert werden: An welchen Stellschrauben muss gedreht werden? Wie können bürokratische Hürden genommen werden?

 Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

07.02.2019 - AEF-Positionen zum staatlichen Tierwohllabel

Logo Staatl. TierwohllabelDas Vorhaben, ein staatliches Tierwohllabel - als Alternative zu den zahlreichen Labeln - zur eindeutigen Orientierung der Verbraucher/innen in den Markt zu bringen, wird von uns unterstützt. Es ist angesichts der mit der Einführung verbundenen Auswirkungen auf alle Marktbeteiligten – von Tierhaltern bis hin zum Verbraucher am Point of Sale – ein ambitioniertes Vorhaben. Ein nicht bis zum Ende durchdachtes Vorgehen kann zu Fehlentwicklungen und Strukturbrüchen führen, die nur schwer korrigierbar und rückgängig zu machen sind. Deshalb gilt bei diesem Projekt: Sorgfalt vor Schnelligkeit. 
Der zurzeit diskutierte Verordnungsentwurf erfüllt jedoch in wesentlichen Punkten nicht die erforderlichen Maßgaben.

Vor dem Hintergrund der seit Jahren laufenden und an Intensität zunehmenden gesellschaftlichen Diskussion über die Notwendigkeit einer stärkeren Berücksichtigung des Tierwohls in der Nutztierhaltung, hat das Land Niedersachsen bereits im Dezember 2016 im Bundesrat die Bundesregierung aufgefordert, eine nachhaltige nationale Nutztierstrategie rechtsverbindlich umzusetzen. Dies sei erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft und die Akzeptanz in der Gesellschaft zu steigern. Bedauerlicherweise ist dieses nicht geschehen. Wäre aber eine notwendige Voraussetzung für die verlässliche Zielbestimmung der Tierhaltung in Deutschland.

Für das staatliche Tierwohllabel fehlt eine klare verlässliche Zieldefinition, und vor allen Dingen fehlen konkrete Aussagen, wie diese Ziele unter den herrschenden Marktbedingungen, aber auch vor dem Hintergrund rechtlicher Hindernisse überhaupt umgesetzt werden können. Die Zielkonflikte zwischen Tierwohl- und Umweltvorgaben sind nicht ansatzweise gelöst. Auch dazu hat die Landesregierung Niedersachsens bereits 2015 in einem mit der Wirtschaft verabredeten Aktionsplan einen Interministeriellen Arbeitskreis (IMAK) eingerichtet, in dem die unterschiedlich begründeten bürokratischen und gesetzlichen Hemmnisse beim Bau von tierwohlgerechteren Haltungssystemen oder Umbauten festgestellt und beseitigt werden sollen. Dieser Ansatz muss konsequent auf Bundesebene aufgegriffen und fortgesetzt werden.
Damit ist festzustellen, dass die wichtigsten Voraussetzungen für das Gelingen eines staatlichen Tierwohllabels, das mehr als nur ein Marketing-Gag oder ein Nischenprodukt sein soll, nicht erfüllt sind. Es gilt, diese Vorarbeiten unverzüglich zu leisten. Der IMAK Niedersachsens kann dazu Erkenntnisse liefern.

Darüber hinaus sollten im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens für Mensch, Tier und Ressource folgende Aspekte bei der Einführung eines staatlichen Tierwohllabels Berücksichtigung finden:

• Verbindlichkeit des staatlichen Tierwohllabels

• Zusätzlich zur verpflichtenden Kennzeichnung der Haltungsform muss auch die Herkunft gekennzeichnet sein; es muss also deutlich werden, wo ein Tier geboren sowie aufgewachsen und gemästet wurde.

• Das System besteht aus vier Stufen. Die erste Stufe bildet den nationalen gesetzlichen Standard ab. Darauf aufbauend die Stufen zwei bis vier.

• Die gesamte Schweinehaltung, d.h. angefangen bei der Ferkelerzeugung bis hin zur Mast – muss bei der Kennzeichnung der Haltungsformen berücksichtigt werden.

• Die Einbeziehung weiterer Tierspezies, Geflügel, Rind, etc. halten wir für unumgänglich.

• Die gesamte Palette von Fleisch und Fleischwaren sowie der Großhandel und die Gastronomie müssen einbezogen sein.

• Zwingendes Fundament der einzelnen Kennzeichnungsstufen sollten Monitoringssysteme (z.B. Schlachtbefunddaten, Antibiotikadatenbank, etc.) sein, auf deren Datengrundlage eine Debatte um die ergebnisoffene Weiterentwicklung der Tierhaltung einschließlich der Folgeabschätzung versachlicht werden kann.

• Es muss eine Verzahnung mit den Aktivitäten der Initiative Tierwohl und der vom LEH bereits erfolgreich eingeführten Haltungskennzeichnung erfolgen, um schnell Fahrt aufnehmen zu können.

• Der Umbau der Tierhaltung muss staatlich gefördert werden.

07. Februar 2019
Agrar- und Ernährungsforum
Oldenburger Münsterland e.V.
Vorsitzender Min.a.D. Uwe Bartels

21.01.2019 - Veranstaltungshinweis: Auf dem Weg in die Heißzeit?! Klimaanpassungsstrategien für die Agrarwirtschaft

Klimaveranstaltung Bild1Bereits heute wirkt sich der Klimawandel in verschiedenen Weltregionen auf Ernteerträge und Lebensmittelproduktion aus. Deutlich häufiger sind dabei negative statt positive Folgen zu beobachten. Steigende Temperaturen – verbunden mit zunehmenden Trockenzeiten oder andere Extremwetterereignisse, wie Hochwässer nach Starkregen oder Stürme – haben tiefgreifende Folgen für die weltweite Ernährungssicherheit.

Auch in Deutschland ist dieser Wandel zu beobachten. Der Sommer 2018 beispielsweise gehörte hier zu den heißesten und trockensten Sommern in Deutschland. Dies könnte ein Vorgeschmack sein, worauf sich Agrar- und Ernährungswirtschaft mittelfristig einzustellen hat, wenn solche Temperaturverhältnisse hier zur Regel werden. Damit Mindererträge und Hitzestress gar nicht erst auftreten und die gesamte Wertschöpfungskette negativ beeinträchtigen, müssen Anpassungsstrategien entwickelt und betriebliche Maßnahmen ergriffen werden.

Vor diesem Hintergrund laden die „Transformationsstelle agrar Niedersachsen“ und das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland Sie zu einer dialog-orientierten Fachveranstaltung ein. Dabei werden: 

-  aktuelle Forschungsergebnisse zum Klimawandel zusammengefasst und für Praktiker übersetzt
-  Folgen für die Agrarwirtschaft beleuchtet
-  Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich die Landwirtschaft gegen langanhaltende extreme Wetterlagen wappnen kann
-  in Richtung Politik und Wissenschaft aufgezeigt, wo Forschungs- und Unterstützungsbedarfe für landwirtschaftliche Betriebe liegen.

Die Veranstaltung findet 

am Donnerstag, 28. Februar 2019 von 9.30 Uhr bis 16:30 Uhr (Registrierung ab 9:00 Uhr)
im Hörsaal B1 an der Universität Vechta, Driverstraße 22 in 49377 Vechta,

statt. Anmeldungen sind unter folgendem Link möglich: www.transformationsforschung-agrar.de

Durch das Programm führt der unter anderem aus dem Morgenmagazin bekannte TV-Moderator und Meteorologe Donald Bäcker.
Als Vortragende konnten renommierte Fachleute aus Wissenschaft und Praxis gewonnen werden. 

Hierfinden Sie den Veranstaltungsflyer mit dem detaillierten Programm.