15.06.2014 - Antibiotika schrittweise reduzieren

Kopie von AEF CloppenburgAgrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland lud zur Diskussion der Lösungswege ein

Cloppenburg. Die Reduzierung von Antibiotika in der Tierhaltung verlangt nach Lösungswegen, die von allen Beteiligten mitgetragen werden können. Deshalb stellte das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) Strategien vor, die in der Arbeitsgruppe Tiergesundheit erarbeitet worden waren und präsentierte zugleich das Anschlussprojekt, die Erstellung einer onlinebasierten Informationsplattform.


Referenten der Veranstaltung waren AEF-Vorsitzender Uwe Bartels, Dr. Thomas gr. Beilage, Reinhild Benning (BUND) und Dr. Gerald Otto (Böseler Goldschmaus).
Regine Benning informierte über die gesellschaftlichen Erwartungen an die moderne Nutztierhaltung. Es sei ihr wichtig, die Tierhaltung so weiterzuentwickeln, dass sie zukunftsfähig sei. Landwirte seien die Partner des Umwelt- und Naturschutzes. Sie fühlten sich der Region und der Wertschöpfung in der Region verpflichtet. Frau Benning fordert ein Umdenken, „wenn wir die bäuerlichen Strukturen erhalten wollen".


Uwe Bartels rief dazu auf, alle Urproduzenten vom AEF-Konzept der Antibiotikareduzierung zu überzeugen. Es sei richtig und wichtig die Herausforderungen dieser Region anzugehen und Lösungen aufzuzeigen, um nicht tatenlos zuzusehen. Zu diesem Weg gebe es keine Alternative.


Dr. gr. Beilage nannte als wichtige Grundbedingung für die Umsetzung des Konzepts, dass alle Beteiligten mitziehen: „Wir müssen vernünftige Lösungen finden, um zu einer Gesundheit für Mensch und Tier zu kommen, die alle mittragen können." So solle ein digital anwendbarer Maßnahmenkatalog über alle Tierarten entstehen und im Rahmen eines Mehrwertsystems für alle Nutzer individuell einsetzbar sein.


Dr. Gerald Otto, Böseler Goldschmaus, betonte: „Die Verbesserung der Tiergesundheit ist für alle eine win-win-Situation !" Ein wesentlicher Kernpunkt im Bereich Tiergesundheit sei der optimale Informationsfluss, vor allem hinsichtlich der Tiergesundheitsdaten und des Arzneimitteleinsatzes.


An die Vorträge schloss sich eine Podiumsdiskussion an, an der auch die beiden Kreislandvolkvorsitzenden des Oldenburger Münsterlandes, Hubertus Berges und Norbert Meyer teilnahmen.