29.10.2014 - Appell für eine bessere Kommunikation der Landwirtschaft

EW Group kleinIm Rahmen einer Fachtagung trafen sich unter der Leitung des AEF-Vorsitzenden, Uwe Bartels, Marketing- und Kommunikationsexperten aus den Reihen der AEF-Mitgliedsunternehmen bei der EW-Group in Visbek. Ebenfalls dazu eingeladen hatte das Agrar- und Ernährungsforum den Pressesprecher des Westfälisch-Lippischen-Bauern-verbandes, Hans-Heinrich Berghorn, der die von ihm erarbeitete Studie „Neue Wege in der Agrarkommunikation" vorstellte.

Berghorn plädierte für einen tief greifenden Wandel in der Kommunikation in der Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft: Information sei weiterhin wichtig, aber mit Fakten allein könne heute niemand mehr überzeugen. Was längst in anderen Wirtschaftszweigen und in der Politik praktiziert werde, gewinne auch in der Landwirtschaft und in den mit ihr verbundenen Bereichen immer mehr an Bedeutung: die Kommunikation der Werte, die allem Handeln zugrunde liege – und zwar auf eine Art und Weise, die nicht nur den Verstand anspreche, sondern auch die Emotionen. Wie dieses gelingen könne, machte Berghorn mit dem zentralen Ergebnis der Studie - „Sieben Strategien für mehr Akzeptanz und Vertrauen" - deutlich. Diese Strategien beschreiben und strukturieren das gesamte Aktionsfeld möglicher Kommunikationsmaßnahmen, beginnend bei der Bewusstmachung zentraler Werte durch „Verortung" über Hinweise zur Gestaltung erfolgreicher kommunikativer Maßnahmen bis zur gezielten Bündelung aller Initiativen. „Eine gesunde Selbstkritik sowie eine gewisse Veränderungsbereitschaft seitens der Branche sind für die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft alles andere als schadhaft", unterstrich Uwe Bartels, der Vorsitzende des AEF, die Thesen Berghorns.

Ein für das Wintersemester 2015/2016 an der Fachhochschule Osnabrück geplanter Master-studiengang „Agrarkommunikation" in Form einer Stiftungsprofessur sei ein wesentlicher Baustein der Strategie. Für die Unterstützung dieses Studienganges durch die Wirtschaft warb Berghorn.