17.03.2015 - Agrar- und Ernährungsforum denkt über Zukunft der Lebensmittel nach

DSC 0050 Finkklein„Das AEF ist erwachsen geworden“, so fasste der AEF-Vorsitzende, Uwe Bartels, die erfolgreiche Arbeit des AEF auf der diesjährigen Mitgliederversammlung zusammen. Dazu getroffen haben sich am 17. März 2015 zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, darunter auch die beiden Landräte aus Cloppenburg und Vechta, Johann Wimberg und Herbert Winkel, im Zentrum Zukunft in Emstek. Als Gastredner hieß Bartels den Gesellschafter der Paderborner Agentur "SCMI", Dr. Alexander Fink, der über das Thema "Die Zukunft unserer Lebensmittel" referiert, willkommen.

 In seinem Jahresbericht stellte Bartels die erfolgreichen Aktivitäten des AEF und der etablierten Arbeitsgruppen vor. Besonders hob Bartels die Veröffentlichung des Ratgebers „Optimierung der Tiergesundheit“ und im Zuge dessen den Projektstart „aniplus“ unter neuer Leitung von Dr. Maria Gellermann vor. Vorgesehen ist die Implementierung einer Informationsplattform für praxisnahe Empfehlungen zur Verbessserung der Tiergesundheit. Davon profitieren sollen Landwirte, landwirtschaftliche Berater sowie Veterinäre.  

Ein weiterer wichtiger Meilenstein in 2014 sei das erarbeitete Positionspapier „Ethische Verantwortung wahrnehmen – Zukunftsfähigkeit der Nutztierhaltung herstellen“ zu nennen, das im Rahmen der Eurotier vorgestellt wurde. Dieses Papier sei landes- und bundesweit mit großem Interesse wahrgenommen worden. Das AEF und seine Mitglieder, so der Wortlaut, stellen sich trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmen-bedingungen den Herausforderungen nach mehr Tierwohl.“  

Eine große Herausforderung für die Region sei das Thema „Nährstoffaufkommen“. Der neu veröffentlichte zweite Nährstoffbericht, macht enormen Handlungsdruck deutlich.  Dringend notwendig sei, so Bartels, ein konsequentes ordnungsrechtliches Instrumentarium , das den zuständigen Stellen die Möglichkeit eröffnet, die Stoffströme , ihr Aufkommen , ihre Bewegungen und ihren Verbleib zu kontrollieren . Es sei zutiefst im Interesse der Landwirtschaft, dieses Problem schnellstens im Konsens mit der Gesellschaft zu  lösen. Dazu habe das AEF mit dem Projekt „Bioenergieregion Südoldenburg“ mit vielen Akteuren schon umfassende Vorarbeiten geleistet.

Dr. Alexander Fink, Gesellschafter und Vorstandmitglied der SCMI, Scenario Management International aus Paderborn, wagte in seinem Impulsreferat einen Blick in die Zukunft der Branche. Unter dem Titel „Die Zukunft unserer Lebensmittel – mit Szenarien mögliche Zukünfte vorausdenken und strategisch handeln“ stellte er heraus, dass es für Unternehmen immer schwerer sei, sich ein klares Bild von der Zukunft zu machen. Die Agrar- und Ernährungswirtschaft sei von vielfältigen Markt- und Umfeldveränderungen betroffen. Gemeinsam mit dem Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVE) habe seine Agentur in Kooperation mit weiteren Partnern Szenarien zur Zukunft der Branche entwickelt. Abzurufen sind diese Studienergebnisse unter: http.//www.scmi.de/studien-lebensmittel