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21.01.2019 - Veranstaltungshinweis: Auf dem Weg in die Heißzeit?! Klimaanpassungsstrategien für die Agrarwirtschaft

Klimaveranstaltung Bild1Bereits heute wirkt sich der Klimawandel in verschiedenen Weltregionen auf Ernteerträge und Lebensmittelproduktion aus. Deutlich häufiger sind dabei negative statt positive Folgen zu beobachten. Steigende Temperaturen – verbunden mit zunehmenden Trockenzeiten oder andere Extremwetterereignisse, wie Hochwässer nach Starkregen oder Stürme – haben tiefgreifende Folgen für die weltweite Ernährungssicherheit.

Auch in Deutschland ist dieser Wandel zu beobachten. Der Sommer 2018 beispielsweise gehörte hier zu den heißesten und trockensten Sommern in Deutschland. Dies könnte ein Vorgeschmack sein, worauf sich Agrar- und Ernährungswirtschaft mittelfristig einzustellen hat, wenn solche Temperaturverhältnisse hier zur Regel werden. Damit Mindererträge und Hitzestress gar nicht erst auftreten und die gesamte Wertschöpfungskette negativ beeinträchtigen, müssen Anpassungsstrategien entwickelt und betriebliche Maßnahmen ergriffen werden.

Vor diesem Hintergrund laden die „Transformationsstelle agrar Niedersachsen“ und das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland Sie zu einer dialog-orientierten Fachveranstaltung ein. Dabei werden: 

-  aktuelle Forschungsergebnisse zum Klimawandel zusammengefasst und für Praktiker übersetzt
-  Folgen für die Agrarwirtschaft beleuchtet
-  Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich die Landwirtschaft gegen langanhaltende extreme Wetterlagen wappnen kann
-  in Richtung Politik und Wissenschaft aufgezeigt, wo Forschungs- und Unterstützungsbedarfe für landwirtschaftliche Betriebe liegen.

Die Veranstaltung findet 

am Donnerstag, 28. Februar 2019 von 9.30 Uhr bis 16:30 Uhr (Registrierung ab 9:00 Uhr)
im Hörsaal B1 an der Universität Vechta, Driverstraße 22 in 49377 Vechta,

statt. Anmeldungen sind unter folgendem Link möglich: www.transformationsforschung-agrar.de

Durch das Programm führt der unter anderem aus dem Morgenmagazin bekannte TV-Moderator und Meteorologe Donald Bäcker.
Als Vortragende konnten renommierte Fachleute aus Wissenschaft und Praxis gewonnen werden. 

Hierfinden Sie den Veranstaltungsflyer mit dem detaillierten Programm.

 

 

14.01.2019 - Politisches Handlungsversagen beim staatlichen Tierwohllabel

Der Haltungskompass ist die konsequente Fortsetzung der LEH-Rolle als Treiber in der Tierwohl– und Umweltdebatte in Deutschland. Die Landwirte sind diejenigen, die die Folgen in der Nachfrage und im Portemonnaie spüren. Diese Rolle konnte der LEH nur spielen, weil die Politik auf allen Ebenen durch eigene Untätigkeit ihm diesen Freiraum überließ. Dies bilanzierte der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland e.V. (AEF), Uwe Bartels, nach Veröffentlichung des Haltungskompasses des LEH.

Die Vereinheitlichung der bisher im Markt befindlichen Label des Handels ist vernünftig, so der AEF-Vorsitzende. Leider werde die gesamte Lebensspanne der Tiere nicht berücksichtigt. Der Haltungskompass biete jedoch eine grobe Orientierung für die Verbraucher, bedeute aber nicht automatisch in den Stufen steigend mehr Tierwohl. Der Tierhalter und die Art und Weise des Stallmanagements seien entscheidend für das Tierwohl im Konkreten.

Gegenwärtig ist dem BMEL vorzuwerfen, dass es immer noch nicht den Verbrauchern mit einem verbindlichen staatlichen Tierwohllabel verlässliche Orientierung gegeben hat. Der Entwurf, der voraussichtlich auf der Grünen Woche von der Ministerin präsentiert werden wird, wird aller Voraussicht nach eher ein Marketinggag, als ein mit wissenschaftlich abgesicherten Tierwohlindikatoren und in der Praxis erprobten Verbesserungen verbundenes Haltungslabel sein, so Bartels. Darüber hinaus erfasse es nur einen geringen Marktanteil der Schweine-fleischproduktion und lasse das Großverbrauchersegment außen vor. Es belaste nicht nur die Schweinehalter erheblich und enthalte keinerlei Aussagen zur Finanzierung des Umbaus für mehr Tierwohl, sondern unterlaufe auch praktische Fortschritte im Stallbau für den Tierwohlbereich. Angesichts des Vorpreschens des Handels sei es höchste Zeit, die nun vorliegenden Ansätze von Staat und Handel zu mehr Transparenz für den Verbraucher nachzubessern und sinnvoll miteinander zu kombinieren.

 

13.12.2018 - Wissensmanagement - zentraler Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen

Miavit 2018 WebsiteWie gehen Unternehmen mit der Ressource Wissen um und welche Bedeutung hat Wissen, wenn es darum geht, als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben? Um diese Frage drehte sich eine Tagung mit verschiedenen Experten und rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Land- und Ernährungswirtschaft des Oldenburger Münsterlandes im Unternehmen Miavit in Essen. Organisiert und veranstaltet wurde die Tagung von einer Kooperation der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e. V., des NieKE (Landesinitiative Ernährungswirtschaft), des Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF), der Koordinierungsstelle "Transformationswissenschaft agrar" der Universität Vechta sowie des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems.

Der Vorsitzende des AEF, Landwirtschaftsminister a. D. Uwe Bartels, eröffnete die Tagung und machte klar, wie wichtig das Thema gerade heute ist. Wissensmanagement, so Bartels, sei ein entscheidender Wettbewerbsfaktor und eine Investition in die Zukunft. „Schon heute können im Oldenburger Münsterland in vielen Unternehmen des Agrar- und Ernährungssektors Stellen nur nach langwieriger Suche oder bisweilen auch gar nicht mehr besetzt werden. Die Zeit drängt“, mahnte Bartels und nannte insbesondere den demografischen Wandel und den damit zusammenhängenden Fachkräftemangel als wichtige Ursachen.

Was Wissensmanagement ist und wie man Wissen im Unternehmen systematisch organisieren, analysieren und entwickeln kann, erläuterte anschließend Anja Gieske-Helmen von der Marketinggesellschaft, die auch ausgebildete Wissensbilanz-Moderatorin ist. „70% des vorhandenen Unternehmenswissens ist unstrukturiert und liegt brach“, so ihre Botschaft. Mit Hilfe einer sogenannten Wissensbilanz, die Unternehmensleitung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam umsetzen, könnten jedoch grundlegende Veränderungsprozesse in Unternehmen systematisch in Gang gebracht werden, empfahl sie.

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06.12.2018 - Veranstaltungshinweis: Wissen als Erfolgsfaktor der Zukunft

Deckblatt groGemeinsam mit der Landesinitiative Ernährungswirtschaft NieKE und der Niedersächsischen Marketinggesellschaft lädt das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) zu einer Kooperationsveranstaltung unter dem Titel „Wissen als Erfolgsfaktor der Zukunft“ am Mittwoch, 12.12.2018 um 14:00 Uhr Unternehmer, Vertreter der Personalabteilungen und weitere Interessierte in das Unternehmen MIAVIT nach Essen/Oldb. ein. Hier gelangen Sie zu dem Einladungsflyer.

Unternehmerischer Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, Regionen und ganzen Branchen ist ohne Menschen und deren Wissen, Können und Erfahrung nicht realisierbar. Durch den demografischen Wandel und den absehbaren Fachkräftemangel wird es daher notwendig, sich den Themen Wissensmanagement und zukunftsfähige Unternehmens-kultur der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu widmen. Ziel der Veranstaltung ist das Vorstellen von praktischen Methoden und Instrumenten aus dem Wissensmanagement sowie die Weitergabe von Erfahrungen aus Unternehmen des Agribusiness.

Anmeldungen werden erbeten bis zum 10.12.2018 entweder online unter www.ernaehrungswirtschaft.de oder per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

04.12.2018 - Gemeinsamer Schulterschluss der Region zur Bewältigung der Nährstoffüberschüsse nötig

Nhrstoffe 2018Welche Anstrengungen hat das Oldenburger Münsterland in den anderthalb Jahren nach Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung und dem Düngesetz im Juni 2017 unternommen? Und welche Lösungsansätze braucht es, um die Nährstoff-überschüsse im Oldenburger Münsterland zu bewältigen? Zu diesen Fragen haben gestern Experten gemeinsam vor rund 200 Gästen im Saal Sextro in Vechta eine Zwischenbilanz gezogen. Dazu hatten das Agrar –und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland und der Kreislandvolkverband Vechta eingeladen.

AEF-Vorsitzender und Ex-Landwirtschaftsminister Uwe Bartels lobte die zahlreichen Anstrengungen der Branche zur Bewältigung der Nährstoffüberschüsse. Dazu zählte auch der mit allen Akteuren erarbeitete Masterplan des AEF für eine nachhaltige Nährstoffkreis-laufwirtschaft in Niedersachsen. Auch könne das geplante Projektvorhaben „Praktiker-netzwerk Nährstoffmanagement“, das nunmehr von der Landesregierung finanziell gefördert werde, einen wesentlichen Erkenntnisgewinn für die Herausforderung der Nährstoffüberschüsse liefern. Positiv bewertete er zudem die Aktivitäten z.B. der Futtermittelbranche, die Produkte zur Reduktion von Nährstoffen entwickelt haben. Lobenswert, so Bartels, seien auch die Bemühungen der Landwirte und der Lohnunternehmen, die eigeninitiativ Lösungen erarbeitet und umgesetzt haben. „Dennoch, es fehlt der Durchbruch. Es sind noch weitere Anstrengungen aller Akteure nötig, insbesondere vor dem Hintergrund der Veröffentlichung des 6. Nährstoffberichtes im Frühjahr 2019“, so seine Aussage.

Heinz-Hermann Wilkens, Experte für Düngerecht und Nährstoffkreislaufwirtschaft von der Düngebehörde, präsentierte Zahlen zur Nährstoffsituation. So liegen die Wirtschaftsdünger-exporte aus der Region Weser-Ems mit insgesamt 3 Mio. Tonnen auf dem Höchststand. Trotz hoher Verbringungen zählen die Landkreise Vechta und Cloppenburg zu den sieben niedersächsischen Landkreisen mit zu hohen Phosphatwerten. Als grundlegende Maßnahmen zur Reduzierung der Nährstoffe zählen laut Wilkens eine noch effektivere nährstoffreduzierte Fütterung, eine Reduzierung der Tierbestände durch Teilnahme an Tierwohlmaßnahmen sowie eine effizientere Abgabe der Wirtschaftsdünger und Gärreste.

Den aktuellen Stand technischer Verfahren zur Aufbereitung von Gülle und Gärresten stellte Hans-Jürgen Technow von der Landwirtschaftskammer vor. Zurzeit stünden verschiedene Verfahren mit unterschiedlichen Aufbereitungsschritten von der Teil- bis zur Vollaufbereitung zur Verfügung. „Effiziente Verfahren mit hohem Wirkungsgrad und geringen Kosten werden sich zukünftig durchsetzen“, so sein Fazit. Technow sieht aber noch Optimierungspotenziale entlang der gesamten Verfahrenskette.

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