Aktuelles

08.12.2020 - Erzeuger nicht auf Augenhöhe mit Handel

UTP kleinUm das Kräfteverhältnis und die Übermacht des Lebensmitteleinzelhandels gegen Landwirte und Erzeuger zu beleuchten, dazu hatte das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland 08.12.2020 zu einer Online-Tagung eingeladen. Eingeladen waren Vertreter aus Politik sowie Experten landwirtschaftlicher und genossenschaftlicher Verbände.

Im Detail ging es um die UTP-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken, die das EU-Parlament bereits Anfang des Jahres auf den Weg gebracht hat. Diese soll bis Mai 2021 in deutsches Recht umgewandelt werden; ein Kabinettsbeschluss liegt vor. Dieser geht eindeutig über die europäische Vorlage hinaus. So wurden nicht nur die Inhalte der sog. „schwarzen Liste“ 1:1 übernommen, sondern zum Teil auch Inhalte der „grauen Liste“, die problematische aber verhandelbare Praktiken beinhaltet. Um diese Positionen ringen derzeit die Fraktionen im Bundestag. Bereits im August 2020 hatte das AEF das Thema mit Experten aufgegriffen. Moderiert wurden beide Veranstaltungen von Johannes Eiken, dem Sprecher der AEF-Arbeitsgruppe „Strategien der Lebensmittelwirtschaft“.

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23.11.2020 - Bartels zum Borchert-Papier: "Was die Branche benötigt, sind keine Lippenbekenntnisse und Ideologiebremsen, sondern Offenheit für Innovationen."

AEF veröffentlicht Memorandum zu den Borchert-Empfehlungen

Borchert Empfehlungen websiteDas Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (kurz: AEF) postuliert in einem Memorandum Positionen der Branche zu den Borchert-Empfehlungen zum Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland. Dem Grundgerüst der Borchert’schen Pläne steht das AEF jedoch grundsätzlich positiv gegenüber. Das machte AEF-Vorsitzender Uwe Bartels in der Pressekonferenz vom 20.11.2020 deutlich. „Erstmalig liegt mit diesem Plan ein Konsens vor, der Zielbilder, Meilensteine und den Finanzrahmen für die Mehrarbeit und den Investitionsaufwand für den Umbau der Tierhaltung abbildet.“ Das AEF wolle sich nun mit diesem Memorandum pro-aktiv in den Diskussionsprozess auf Bundesebene einschalten. „Unser Ziel ist es, das Borchert-Konzept umsetzungsreif zu machen“, so Bartels. Erarbeitet wurden die Forderungen von der seitens des AEF etablierten Expertenkreises mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft unter Leitung von Dr. Ralf Kosch. 

Dabei sind zwei Kernforderungen für das AEF maßgeblich: Zum einen die Fokussierung auf die deutliche Erhöhung des Tierwohls. Grundsätzliches Ziel soll die Beibehaltung vorhandener Tierzahlen sein. Eine Reduzierung der Tierzahlen wegen der Nährstoffproblematik oder wegen klimapolitischer Ziele sollte dagegen nicht mit den Zielen des Borchert-Planes verknüpft werden. Die Branche vor Ort sei in der Lage, den anstehenden Transformationsprozess mit innovativen und zukunftsfähigen Lösungsansätzen sowie Leuchtturmprojekten, die auch die Aspekte Ressourcenschonung und Klimaanpassung einbezögen, anzugehen.

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19.11.2020 - Bartels fordert konkrete, verlässliche und rasche Handlungsgrundlagen für den Umbau der Tierhaltung

MGV 2020 WebsiteVechta, 20.11.2020 – Bedrohlicher Schweinestau in den Ställen aufgrund mangelnder Kapazitäten in den Schlachthöfen, wegbrechende Exportmärkte aufgrund der Afrikanischen Schweinepest sowie Forderungen zum Umbau der Nutztierhaltung: Das waren die vorrangigen Themen, die am 19.11.2020 im Rahmen der Online-Mitgliederversammlung des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (kurz: AEF) mit etwa 100 Teilnehmern diskutiert wurden. Uwe Bartels, AEF-Vorsitzender, hatte die niedersächsische Ministerin Barbara Otte-Kinast eingeladen, um zu diesen Herausforderungen Stellung zu beziehen.

Große Sorgen machte sich Bartels um die existenzbedrohliche Situation am derzeitigen Schweinemarkt und auf den Höfen. „Die Landwirte benötigen dringend verlässliche und zukunftsfähige Grundlagen für ihr Handeln – dies rasch und konkret, da wertvolle Zeit verstreicht“, appellierte Bartels in Richtung Ministerin. Das betreffe insbesondere auch die längst überfallige Anpassung des Bau- und Immissionsschutzrechts, die das AEF bereits seit Jahren fordere. Auch das fortwährende „Draufsatteln“ bei den Tierwohlkriterien auf Bundesebene prangerte Bartels an. Das AEF, so seine Aussage, stünde grundsätzlich hinter dem Gerüst des Borchert-Planes. Verständigung über Tierwohlkriterien, Klarheit und Verlässlichkeit über die Finanzierung müssten jedoch auf Bundesebene sorgfältig auf ihre Folgen hin geprüft werden. Eine Arbeitsgruppe des AEF unter Leitung von Dr. Ralf Kosch habe dazu ein Positions- und Forderungspapier entwickelt, das er der Ministerin virtuell an die Hand gab. Ein Lob sprach Bartels der Ministerin für das Vorgehen des „Niedersächsischen Weges zur Artenvielfalt“ aus. Hier sei es gelungen, alle Beteiligten zu einem Konsens zu bewegen.

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29.10.2020: Fachkräftemangel und nachhaltiges Wassermanagement sind dringliche Themen der Lebensmittelwirtschaft

Strategien der LWDas Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) unter Vorsitz von Uwe Bartels will sich künftig in seiner am 29.10.2020 neu konstituierten Arbeitsgruppe - unter Leitung von Johannes Eiken – verstärkt mit aktuellen Herausforderungen und Strategien der Lebensmittelwirtschaft befassen. Dabei will das AEF zunächst die zwei dringlichsten Themen „Fachkräftemangel in der Lebensmittelwirtschaft“ sowie „Nachhaltiges Wassermanagement“ in den Fokus nehmen.

Vor dem Hintergrund des derzeitigen „Schlachtstaus“ in den Schlachthöfen und den möglichen Auswirkungen des Arbeitzeitkontrollgesetzes kam das 12-köpfige Gremium aus Unternehmensvertretern überein, dass es dringender Fachkräfte- und Arbeitszeitkonzepte für die Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft bedarf. Auch müsse die ungeklärte Wohnraumsituation für Fachkräfte, z.B. fehlende Unterstützung für Neubauprojekte, Zimmerbelegung, etc., in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Kommunen gelöst werden.
„Es müssen schnelle, praktikable und nachhaltige Lösungen gefunden werden, damit die Betriebe künftig vollumfänglich Schlachtungen und Zerlegungen durchführen können. Das gilt insbesondere auch für die Zeit nach Corona.“, so die zentrale Aussage Bartels.

Als weiteres Schwerpunktthema soll die in der Gesellschaft kontrovers diskutierte Wasserthematik sein. Immer wieder stehen Wirtschaftsunternehmen und deren wasserintensive Produktionen im Blickpunkt. Hier will die Arbeitsgruppe Zukunftsszenarien und Lösungsansätze für ein möglichst nachhaltiges Wassermanagement aufzeigen und erarbeiten.

Als weitere künftige Themenblöcke der Arbeitsgruppe wurden der Konzentrationsprozess im LEH, die Förderung von Innovationen / Forschungsprojekten im regionalen Mittelstand sowie die Stärkung von Existenzgründungen und Startups vor Ort in der Region, Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Agrar- und Ernährungsbranche sowie Nachhaltigkeitsthemen, wie Klimaneutralität und CO2-Footprint, benannt.

17.09.2020: Landwirte fordern faire Bedingungen für die Vermarktung ihrer Produkte

Das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland e.V. unter Vorsitz von Min.a.D. Uwe Bartels hat am 17.09.2020 hochkarätige Vertreter der Wertschöpfungskette Agrar- und Ernährungswirtschaft in das Rathaus Vechta eingeladen, um sich mit den Strategien des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) zu beschäftigen. Es wurden insbesondere die Fragestellungen „Wie positionieren sich die Handelspartner“ und „Welche Geschäftsmodelle werden innerhalb der Branche neu gedacht?“ beleuchtet. Dr. Johannes Simons, Agrarwissenschaftler und Marktforscher von der Universität Bonn setzte mit der Vorstellung seiner Studie „„Die Bedeutung der Strategien des LEH für die Landwirtschaft in Deutschland“ vor etwa 70 Personen den entsprechenden Impuls. Die Veranstaltung wurde von Uwe Haring moderiert.

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