Aktuelles

30.04.2019 - Bartels bekräftigt pro-aktive Zusammenarbeit mit der Politik

MGV 2018 „Herr Staatssekretär Aeikens, das AEF steht uneingeschränkt an Ihrer Seite. Wir wollen uns nicht verschließen, sondern pro-aktiv und gemeinschaftlich an Lösungsansätzen für die Herausforderungen der Agrar- und Ernährungsbranche mitarbeiten“, so die zentrale Aussage des AEF-Vorsitzenden und ehemaligen Landwirtschaftsministers Uwe Bartels auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des AEF. Als Gastredner hatte das AEF den Staatssekretär des BMEL Dr. Hermann Onko Aeikens eingeladen, um die agrarpolitischen Themen „Verschärfung der DüngeVO“ und die „Einführung eines staatlichen Tierwohllabels“ zu diskutieren. Rund 100 AEF-Mitglieder fanden sich bei dem Mischfutterwerk Fleming + Wendeln in Garrel zusammen. Ebenfalls auf der Agenda standen Vorstandswahlen. In seinem Amt als AEF-Vorsitzender wurde Bartels einstimmig für weitere drei Jahre bestätigt, als zweiten Vorsitzenden wählte das Gremium Reinhard Vossmann aus Garrel, der Frank Niemann aus Molbergen ablöst. Als neue Beisitzer wurden Dr. Erwin Sieverding aus Langförden sowie Rolf Meemken aus Friesoythe benannt. Alle weiteren bisherigen Beisitzer wurden in ihren Ämtern bestätigt.

In seinen Eingangsworten machte Bartels deutlich, dass die agrar- und ernährungspolitischen Herausforderungen unverändert hoch seien und enormen Druck auf die Branche ausübten. Dazu zählen vorrangig die Nährstoffproblematik, die Verbesserung des Tierwohls, die Niedrigpreispolitik für Nahrungsmittel, der Preisdruck durch Billigimporte aus dem Ausland sowie die zunehmende Kritik der Gesellschaft an der modernen Nutztierhaltung. „Das AEF ist seiner Grundhaltung stets treu geblieben sei, diese Themen nicht zu negieren, sondern im Schulterschluss mit Praxis, Politik, Verwaltung und Wissenschaft an Lösungsansätzen zu arbeiten und diese, wo es geht, konkret mit umzusetzen.“, so Bartels. Dieses aber immer vor dem Hintergrund, die Zukunftsfähigkeit der Agrar- und Ernährungswirtschaft im Oldenburger Münsterland zu erhalten und weiterzuentwickeln.

So sei zum Beispiel das AEF gemeinsam mit Akteuren aus seinen Expertenkreisen mit zahlreichen konstruktiven Positionspapieren und Stellungnahmen an die Landes- und Bundespolitik herangetreten und dort auf Gehör gestoßen. Es beteilige sich ebenfalls an zahlreichen Projektvorhaben, die Lösungen für die Herausforderungen erarbeiten sollen. Hier nannte Bartels das Projekt zur Minimierung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung sowie das gemeinsam mit der ISN und den beiden Kreislandvolkverbänden kürzlich bewilligte Projekt „Praktikernetzwerk Wirtschaftsdünger – Nährstoffmanagement für Wasserschutz“. Bartels sprach sich eindeutig gegen eine Verschärfung der Düngeverordnung aus. „Gerade jetzt ist es für das Oldenburger Münsterland als Hot-Spot von enorm hoher Wichtigkeit, das geltende Recht jetzt zügig umzusetzen. Jede weitere Verschärfung würde zu einer Verschlechterung führen“, konstatierte Bartels.

In Sachen Tierwohl mahnte Bartels die fehlende nationale Nutztierstrategie und entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen seitens der Politik an. Noch immer konkurriere Tierwohl mit dem geltenden Baurecht.

Abschließend hob er die gute Zusammenarbeit des AEF mit der Wissenschaft vor Ort hervor. Die seitens der Wirtschaft finanzierte Stiftungsprofessur „Nachhaltige Veredelungswirtschaft“ in Höhe von einer Mio. Euro über fünf Jahre sei, neben weiteren Stiftungsprofessuren, ein wichtiges Bekenntnis der Wirtschaft zum Ausbau des Forschungs- und Kompetenzzentrums „Transitionsmanagement in ländlichen Räumen“ an der Universität Vechta.

Weiterlesen: 30.04.2019 - Bartels bekräftigt pro-aktive Zusammenarbeit mit der Politik

24.04.2019: Entschlossenes Handeln gefordert

Nhrstoffbericht 2019„Der sechste Nährstoffbericht macht unmissverständlich deutlich: Wir haben nach wie vor ein erhebliches Nährstoffüberschussproblem, dessen Auflösung keinen Aufschub duldet“. So kommentiert der Vorsitzende des AEF und ehemalige Landwirtschaftsminister Niedersachsens, Uwe Bartels, den aktuellen Nährstoffbericht. Die vorgelegten Zahlen überraschten ihn nicht.

Es sei zu erwarten gewesen, dass durch die geringere Aufstallung bei Schweinen und im Rinderbereich weniger Wirtschaftsdünger anfallen würde. Auch die Veränderung beim Inputmaterial in Biogasanlagen wirke sich mindernd auf den Nährstoffanfall aus. Dass der Export von Nährstoffen aus Weser Ems in Ackerbauregionen sich verringert hat und nicht, wie erforderlich gestiegen ist, sei angesichts der Wetterverhältnisse im Herbst 2017 und Frühjahr 2018 sowie aufgrund neuer Regelungen der Düngeverordnung für Ackerbaubetriebe zu erwarten gewesen. Die aktuell seitens des Ministeriums genannten Maßnahmen zur Schließung des Nährstoffkreislaufes, Förderung von Lagerstätten, bedarfsgerechte Fütterung mit nährstoffreduzierten Futter, Separierung und Homogenisierung von Gülle, Förderung von Ausbringungstechniken, Abdichten von Lagerstätten etc. sind allesamt bekannt.

Der rechtliche Rahmen ist durch die geltende Düngeverordnung in ausreichendem Umfang gesetzt, um eine nachhaltige Landbewirtschaftung sicherzustellen. Zahlreiche Betriebe hätten sich bereits mit unterschiedlichen Projekten erfolgreich auf den Weg gemacht. Er müsste nur konsequent von allen Beteiligten der Wertschöpfungskette sowie von Politik und Verwaltung umgesetzt werden. Dies hatte das AEF im März letzten Jahres mit seinem Masterplan von allen Akteuren gefordert. Wenn dieses umfassend geschehen wäre, würden wir uns heute nicht über eine Verschärfung der jetzt geltenden Düngeverordnung unterhalten. Auch jetzt sollte diese Diskussion schnell beendet werden.

Für die aktuelle Diskussion ist es sicherlich von Vorteil, wenn Niedersachsen zügig die in der Düngeverordnung enthaltenen Länderermächtigungen umsetzt, stellte Bartels fest. Ein wichtiger Beitrag zur Abklärung verschiedener Lösungsansätze für die Konditionierung von Gülle und Festmist soll das von der ISN mit den Partnern des AEF, der Kreislandvölker Vechta und Cloppenburg vorgeschlagene Praktikernetzwerk Wirtschaftsdünger sein, das von der Landesregierung gefördert wird und dessen Start jetzt ansteht.

30.04.2019 - Staatsekretär Dr. Aeikens zu Gast beim Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland

StSAeikens PortraitZu seiner diesjährigen Mitgliederversammlung lädt das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) am 30.04.2019 um 16:00 Uhr seine Mitgliedsunternehmen und Förderer in das Mischfutterwerk Fleming & Wendeln nach Garrel ein.

Im Anschluss an den offiziellen Teil, in dem der Jahresbericht des AEF-Vorsitzenden, Uwe Bartels, sowie Vorstandswahlen anstehen, wird um 17:00 Uhr Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens vom BMEL über das Thema

                           » Staatliches Tierwohllabel und Verschärfung der DüngeVO
                              – welchen Weg geht die bundesdeutsche Agrarpolitik?«

referieren. Insbesondere vor dem Hintergrund der derzeitigen Debatte um die Verschärfung der DüngeVO und einen möglichen pauschalen Düngeabschlag von 20 % in den roten Gebieten sowie der kürzlich vorgestellten Kriterien des Staatlichen Tierwohllabels will das AEF mit seinen Mitgliedern die nächsten agrarpolitischen Schritte des BMEL mit dem Staatssekretär diskutieren.

Anmeldungen für AEF-Mitglieder nimmt die AEF-Geschäftsstelle unter 04441.85389-10 (Ruth Overberg) oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.

05.04.2019 - Agrar- und Ernährungswirtschaft finanziert Stiftungsprofessur an der Uni Vechta

„Das ist ein eindrucksvolles Bekenntnis und ein entscheidender Schritt der Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft des Oldenburger Münsterlandes für ein Forschungs- und Kompetenzzentrum „Transitionsmanagement in ländlichen Räumen“ an der Universität Vechta.“. So kommentierte der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland, Uwe Bartels, die Tatsache, dass Mitgliedsunternehmen des AEF eine Million Euro für die Entwicklung einer Stiftungsprofessur „Nachhaltige Veredelungswirtschaft“ an der Uni Vechta zur Verfügung stellen.

Die Professur ist Bestandteil eines Personalpaketes, das für die Ausweitung der Uni in Forschung und Lehre ein weiteres Aufgabenfeld - neben Lehrerbildung, soziale Dienstleistung und Kulturwissenschaften - „Wirtschaftssysteme in ländlichen Räumen“ erforderlich ist.

Die Bereitschaft der heimischen Wirtschaft, sich mit der beträchtlichen finanziellen Unterstützung zu engagieren, sei einzigartig, so Bartels, aber auch ein wichtiges Signal für die weiteren Schritte. Dadurch unterstreichen die Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft die Bedeutung und Notwendigkeit eines solchen Kompetenzzentrums für eine Veredelungsregion wie sie das Oldenburger Münsterland darstellt. Neben der wissen-schaftlichen Aufbereitung vieler Auswirkungen von Veränderungsprozessen ist die Ausbildung junger Fachkräfte aus aller Welt ebenfalls von großer Bedeutung für unsere Region.

15.05.2019 - Veranstaltungshinweis: "So schmeckt die Zukunft? Wie sich die Welt von morgen ernährt? Weiß man im Oldenburger Münsterland"

VOML Einladung neuIn den letzten Jahren bekam das Thema „Fleisch, Fleischproduktion und Fleischkonsum“ zunehmend mehr mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit. Auf Fleisch teilweise oder ganz zu verzichten liegt im Trend, dieses vorrangig entweder aus gesundheitlichen, ökologischen oder ethischen Gründen. Wenn sich diese Entwicklung der letzten Jahre fortsetzt, dürfte der Anteil an Flexitariern, Vegetariern und Veganern in der Bevölkerung wachsen. 

Hersteller von Fleisch- und Wurstwaren haben diese Entwicklung erkannt und produzieren erfolgreich Alternativen zur konventionellen Fleischproduktion. Insbesondere junge Start-ups im In- und Ausland entwickeln neue Verfahren und Produkte zur alternativen Proteinversorgung. Bereits am Markt etablierte Unternehmen wollen im Wettlauf um die innovativsten Lösungen nicht den Anschluss verlieren und suchen daher zunehmend die Zusammenarbeit mit diesen Start-ups.
Gemeinsam mit dem Zukunftsforscher, Michael Carl, wollen wir uns auf eine thematische Reise zur Entwicklung und Zukunft der Fleischproduktion und Ernährungsweisen machen. Im Anschluss diskutieren wir mit renommierten Experten und Vertretern der Wirtschaft die Fragestellungen, welche Auswirkungen die Ernährungstrends auf die konventionelle Tierproduktion haben können und ob und welche neuen Handlungsfelder sich für die Urproduktion und die fleischverarbeitenden Betriebe, insbesondere für die Veredelungsregion Oldenburger Münsterland, ergeben. 
Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Ludger Schulze-Pals, Chefredakteur der top agrar.

Dazu laden wir, gemeinsam mit dem Verbund Oldenburger Münsterland, am

 

                                             Mittwoch, 15. Mai 2019 um 18.00 Uhr
                                             in das Kreishaus Cloppenburg.

ein. Hier gelangen Sie zu der Einladung mit dem Veranstaltungsprogramm.

Anmeldungen werden erbeten unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erbeten.