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23.11.2020 - Bartels zum Borchert-Papier: "Was die Branche benötigt, sind keine Lippenbekenntnisse und Ideologiebremsen, sondern Offenheit für Innovationen."

AEF veröffentlicht Memorandum zu den Borchert-Empfehlungen

Borchert Empfehlungen websiteDas Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (kurz: AEF) postuliert in einem Memorandum Positionen der Branche zu den Borchert-Empfehlungen zum Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland. Dem Grundgerüst der Borchert’schen Pläne steht das AEF jedoch grundsätzlich positiv gegenüber. Das machte AEF-Vorsitzender Uwe Bartels in der Pressekonferenz vom 20.11.2020 deutlich. „Erstmalig liegt mit diesem Plan ein Konsens vor, der Zielbilder, Meilensteine und den Finanzrahmen für die Mehrarbeit und den Investitionsaufwand für den Umbau der Tierhaltung abbildet.“ Das AEF wolle sich nun mit diesem Memorandum pro-aktiv in den Diskussionsprozess auf Bundesebene einschalten. „Unser Ziel ist es, das Borchert-Konzept umsetzungsreif zu machen“, so Bartels. Erarbeitet wurden die Forderungen von der seitens des AEF etablierten Expertenkreises mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft unter Leitung von Dr. Ralf Kosch. 

Dabei sind zwei Kernforderungen für das AEF maßgeblich: Zum einen die Fokussierung auf die deutliche Erhöhung des Tierwohls. Grundsätzliches Ziel soll die Beibehaltung vorhandener Tierzahlen sein. Eine Reduzierung der Tierzahlen wegen der Nährstoffproblematik oder wegen klimapolitischer Ziele sollte dagegen nicht mit den Zielen des Borchert-Planes verknüpft werden. Die Branche vor Ort sei in der Lage, den anstehenden Transformationsprozess mit innovativen und zukunftsfähigen Lösungsansätzen sowie Leuchtturmprojekten, die auch die Aspekte Ressourcenschonung und Klimaanpassung einbezögen, anzugehen.

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19.11.2020 - Bartels fordert konkrete, verlässliche und rasche Handlungsgrundlagen für den Umbau der Tierhaltung

MGV 2020 WebsiteVechta, 20.11.2020 – Bedrohlicher Schweinestau in den Ställen aufgrund mangelnder Kapazitäten in den Schlachthöfen, wegbrechende Exportmärkte aufgrund der Afrikanischen Schweinepest sowie Forderungen zum Umbau der Nutztierhaltung: Das waren die vorrangigen Themen, die am 19.11.2020 im Rahmen der Online-Mitgliederversammlung des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (kurz: AEF) mit etwa 100 Teilnehmern diskutiert wurden. Uwe Bartels, AEF-Vorsitzender, hatte die niedersächsische Ministerin Barbara Otte-Kinast eingeladen, um zu diesen Herausforderungen Stellung zu beziehen.

Große Sorgen machte sich Bartels um die existenzbedrohliche Situation am derzeitigen Schweinemarkt und auf den Höfen. „Die Landwirte benötigen dringend verlässliche und zukunftsfähige Grundlagen für ihr Handeln – dies rasch und konkret, da wertvolle Zeit verstreicht“, appellierte Bartels in Richtung Ministerin. Das betreffe insbesondere auch die längst überfallige Anpassung des Bau- und Immissionsschutzrechts, die das AEF bereits seit Jahren fordere. Auch das fortwährende „Draufsatteln“ bei den Tierwohlkriterien auf Bundesebene prangerte Bartels an. Das AEF, so seine Aussage, stünde grundsätzlich hinter dem Gerüst des Borchert-Planes. Verständigung über Tierwohlkriterien, Klarheit und Verlässlichkeit über die Finanzierung müssten jedoch auf Bundesebene sorgfältig auf ihre Folgen hin geprüft werden. Eine Arbeitsgruppe des AEF unter Leitung von Dr. Ralf Kosch habe dazu ein Positions- und Forderungspapier entwickelt, das er der Ministerin virtuell an die Hand gab. Ein Lob sprach Bartels der Ministerin für das Vorgehen des „Niedersächsischen Weges zur Artenvielfalt“ aus. Hier sei es gelungen, alle Beteiligten zu einem Konsens zu bewegen.

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29.10.2020: Fachkräftemangel und nachhaltiges Wassermanagement sind dringliche Themen der Lebensmittelwirtschaft

Strategien der LWDas Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) unter Vorsitz von Uwe Bartels will sich künftig in seiner am 29.10.2020 neu konstituierten Arbeitsgruppe - unter Leitung von Johannes Eiken – verstärkt mit aktuellen Herausforderungen und Strategien der Lebensmittelwirtschaft befassen. Dabei will das AEF zunächst die zwei dringlichsten Themen „Fachkräftemangel in der Lebensmittelwirtschaft“ sowie „Nachhaltiges Wassermanagement“ in den Fokus nehmen.

Vor dem Hintergrund des derzeitigen „Schlachtstaus“ in den Schlachthöfen und den möglichen Auswirkungen des Arbeitzeitkontrollgesetzes kam das 12-köpfige Gremium aus Unternehmensvertretern überein, dass es dringender Fachkräfte- und Arbeitszeitkonzepte für die Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft bedarf. Auch müsse die ungeklärte Wohnraumsituation für Fachkräfte, z.B. fehlende Unterstützung für Neubauprojekte, Zimmerbelegung, etc., in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Kommunen gelöst werden.
„Es müssen schnelle, praktikable und nachhaltige Lösungen gefunden werden, damit die Betriebe künftig vollumfänglich Schlachtungen und Zerlegungen durchführen können. Das gilt insbesondere auch für die Zeit nach Corona.“, so die zentrale Aussage Bartels.

Als weiteres Schwerpunktthema soll die in der Gesellschaft kontrovers diskutierte Wasserthematik sein. Immer wieder stehen Wirtschaftsunternehmen und deren wasserintensive Produktionen im Blickpunkt. Hier will die Arbeitsgruppe Zukunftsszenarien und Lösungsansätze für ein möglichst nachhaltiges Wassermanagement aufzeigen und erarbeiten.

Als weitere künftige Themenblöcke der Arbeitsgruppe wurden der Konzentrationsprozess im LEH, die Förderung von Innovationen / Forschungsprojekten im regionalen Mittelstand sowie die Stärkung von Existenzgründungen und Startups vor Ort in der Region, Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Agrar- und Ernährungsbranche sowie Nachhaltigkeitsthemen, wie Klimaneutralität und CO2-Footprint, benannt.

17.09.2020: Landwirte fordern faire Bedingungen für die Vermarktung ihrer Produkte

Das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland e.V. unter Vorsitz von Min.a.D. Uwe Bartels hat am 17.09.2020 hochkarätige Vertreter der Wertschöpfungskette Agrar- und Ernährungswirtschaft in das Rathaus Vechta eingeladen, um sich mit den Strategien des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) zu beschäftigen. Es wurden insbesondere die Fragestellungen „Wie positionieren sich die Handelspartner“ und „Welche Geschäftsmodelle werden innerhalb der Branche neu gedacht?“ beleuchtet. Dr. Johannes Simons, Agrarwissenschaftler und Marktforscher von der Universität Bonn setzte mit der Vorstellung seiner Studie „„Die Bedeutung der Strategien des LEH für die Landwirtschaft in Deutschland“ vor etwa 70 Personen den entsprechenden Impuls. Die Veranstaltung wurde von Uwe Haring moderiert.

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17.09.2020: Strategien des Lebensmitteleinzelhandels – wie positionieren sich die Handelspartner?

  Das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) befasst sich in einer Livestream-Veranstaltung         

                                                           am 17.09.2020 ab 16:00 Uhr

ein weiteres Mal mit einem aktuellen Thema zum Verhältnis der Marktpartner in der Ernährungswirtschaft. Nach der Ende August durchgeführten Diskussion über die nationale Umsetzung der UTP-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken wird in der Diskussion am 17.09. die Bedeutung der Strategien des LEH in Deutschland für die Landwirtschaft behandelt.

simons 1Ausgangspunkt ist eine von der Edmund-Rehwinkel-Stiftung in Auftrag gegebene Studie, die die zukünftige Rolle des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) in der Wertschöpfungskette und deren Chancen, Perspektiven und Risiken betrachtet. Im Rahmen dieser Studie wurde insbesondere der Fragestellung „Die Bedeutung der Strategien des LEH in Deutschland für die Landwirtschaft“ seitens der Universität Bonn unter Leitung von Dr. agr. Johannes Simons nachgegangen.
Das AEF will nun in der Livestream-Tagung, die aus dem Rathaus der Stadt Vechta gesendet wird, diese Studienergebnisse aufgreifen und gemeinsam mit Experten aus der Urproduktion, der Lebensmittelverarbeitung sowie aus dem LEH dazu strategische Überlegungen aufzeigen und diskutieren.

Die Diskussionsrunde im Rathaus wird moderiert von Uwe Haring. Interessierte können sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden und zuschalten.