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11.06.2018 - Perlen vor die Säue: AGRIVIZION-Pressekonferenz zur Vorstellung eines innovativen Mikroalgenkonzeptes

Perlen vor die SueUnter dem Titel „Perlen vor die Säue – Innovatives Mikroalgen-Konzept“ findet am 15.06.2018 die nunmehr vierte und letzte „AGRIVIZION-Pressekonferenz“ in Visbek statt. Initiiert wird diese Pressekonferenz von dem Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) unter Vorsitz des ehemaligen niedersächsischen Landwirtschaftsministers Uwe Bartels.

Mit der Veranstaltungsreihe „AGRIVIZION – Oldenburger Münsterland. Wir machen Zukunft“ will das AEF die Bedeutung der gesamten Region als Innovationszentrum für eine nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft herausstellen.

Insbesondere der Einsatz von Antibiotika in der intensiven Tierhaltung steht in der Kritik. Die Gefahr der Resistenzbildung durch den Einsatz antimikrobiell wirksamer Medikamente ist wissenschaftlich beweisen und stellt die Human- und die Veterinärmedizin vor hohen Herausforderungen. Auch das Oldenburger Münsterland, eine Region mit bekanntlich intensiver Nutztierhaltung, ist bei auftretenden Krankheiten in ihren Tierbeständen auf wirksame Antibiotika angewiesen.

Das Unternehmen S2B GmbH hat für die Phytopharmazie ein einzigartiges und sicheres Produktionssystem entwickelt. Damit ist ein großer Schritt in Richtung Ersatz von heute noch teuer produzierter Antibiotika durch den Einsatz von Mikroalgen mit antibiotischer Wirkweise erfolgt.

Anhand dieses neu entwickelten Mikroalgen-Produktionssystems möchte das AEF exemplarisch eine innovative Lösung zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der modernen Tierhaltung vorstellen. Dazu sind interessierte Vertreter der Presse herzlich eingeladen am

                      Freitag, 15.06.2018 um 11:00 Uhr
                      im Landgasthof Engelmannsbäke, Engelmannsbäke 31 in 49429 Visbek

Prof. Dr. Ilka Axmann von der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf wird das Mikroalgen-konzept aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten.

Gefördert wird diese Pressekonferenz-Reihe vom EU-Förderprogramm LEADER sowie dem Landkreis Vechta. Zielgruppe dieser Veranstaltungsreihe sind nationale Medienvertreter.

01.06.2018 - Tierschutz/Tierwohl - Tierschutzbeauftragte Silvia Breher MdB besucht Brand Qualitätsfleisch

Foto Brand

Am vergangenen Freitag (25. Mai) besuchte die Löninger CDU Bundestagsabgeordnete Silvia Breher das Unternehmen Brand Qualitätsfleisch in Lohne. Niko und Paul Brand führten die Tierschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion durch ihr Unternehmen, damit sich die Abgeordnete ein detailliertes Bild über die tierschutzrelevanten Vorgänge bei der Schlachtung machen konnte. Das beinhaltete auch die Organbefunde und die risikoorientierte Fleischbeschau in der Praxis.

Auch die Haltungs- und Herkunftskennzeichnung wurde intensiv erörtert. Frau Breher sagte, dass der Gesetzentwurf für ein staatliches Tierwohllabel im Herbst vorgestellt werde und betonte, dass der erste Schritt zur Einführung die Freiwilligkeit darstelle. Die Bereitschaft sich zu beteiligen sei in der Branche vorhanden, das zeige Brancheninitiative Tierwohl bereits äußerst eindrucksvoll.

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25.05.2018 - Zukunft der Landwirtschaft ist wissensbasiert

24 05 2018 StrategiekonferenzAm 24.05.2018 fand an der Universität Vechta die „Strategiekonferenz: Zukunft agrar Nordwest“ statt. Mehr als 220 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft sowie Politik und Verwaltung diskutierten Ziele und Wege zu einer nachhaltigen Agrar- und Ernährungswirtschaft im Nordwesten Niedersachsens. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie der Wandel zu einer akzeptierten, umweltverträglichen und wirtschaftlich erfolgreichen Landwirtschaft in Niedersachsen gelingen kann. Einigkeit herrschte darüber, dass diese Transformation bzw. die Weiterentwicklung nur gemeinschaftlich zu bewältigen sei. Nur wenn Wissenschaft und Wirtschaft zusammenarbeiteten, könnten neue Verfahren, Produkte und Geschäftsmodelle ihre volle Kraft entfalten. Wissenschaftliche Erkenntnisse, belastbare Fakten und Unternehmergeist spielten dabei eine große Rolle. Eingeladen zur Konferenz hatte der Verbund „Transformationswissenschaft agrarische Intensivregion im Nordwesten Niedersachsens“, ein Verbund aus niedersächsischen Hochschulen und Wirtschaftseinrichtungen.

Modellcharakter auch auf europäischer Ebene
In ihrer Eröffnungsrede hob Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast die Bedeutung des Verbundes „Transformationswissenschaft für die agrarische Intensivregion im Nordwesten Niedersachsens“ hervor. Der Zusammenschluss aus Hochschulen, Wirtschaftseinrichtungen und der Zivilgesellschaft sei wichtig, da er einen organisatorischen Rahmen für entscheidende Zukunftsfragen einer erfolgreichen Agrar- und Ernährungswirtschaft biete. Und dies sei weit über die niedersächsischen Landesgrenzen hinaus relevant, so die Ministerin. Sie plane, das Thema verstärkt auf europäischer Ebene einzuspeisen. Barbara Otte-Kinast: „Der Verbund kann Modellcharakter für andere Regionen Europas mit ähnlichen Herausforderungen entwickeln. Eine verstärkte Zusammenarbeit und ein Austausch mit diesen Regionen können zusammen einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und ressourcenschonende europäische Landwirtschaft leisten.“

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14.05.2018 - Einladung zur Strategiekonferenz „Zukunft agrar Nordwest“

Bild1 websiteAm 01.09.2017 wurde die Koordinierungsstelle „Transformationswissenschaften in der agrarischen Intensivregion im Nordwesten Niedersachsens“ unter Leitung von Frau Dr. Grabkowsky an der Universität Vechta neu eingerichtet. Das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland ist dabei ein unverzichtbarer Wirtschaftspartner dieser Einrichtung.

Wir laden Sie daher als Mitveranstalter ein zur Strategiekonfererenz und gleichzeitig Auftaktveranstaltung des Verbundes unter dem Titel

           „Zukunft agrar Nordwest“
           am Donnerstag, 24. Mai 2018 um 09:30 Uhr
           in die Aula der Universität Vechta, Driverstraße 18 in 49377 Vechta.

ein. Der Auftakt soll alle Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Verbänden zusammenholen und Synergien, Kompetenzen und Perspektiven aufzeigen. Hier gelangen Sie zu dem detaillierten Programm.

Neben der Niedersächsischen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast, hat der Verbund weitere hochkarätige Experten für interessante Transformations-Impulse gewinnen konnten.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Flyer. Bitte melden Sie sich bis zum 18. Mai 2018 unter www.transformationsforschung-agrar.de an.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

03.05.2018 - Bartels: Trauriges Ergebnis der Agrarministerkonferenz

UB kleinZutiefst unbefriedigend sei das Ergebnis der Agrarministerkonferenz in Münster zum staatlichen Tierwohllabel. Nach Jahren der Diskussion um die Notwendigkeit und die Konzeption eines staatlichen Tierwohllabels verbreite die Ministerrunde den Eindruck von Unklarheit und Unentschlossenheit. Währenddessen setze der Lebensmitteleinzelhandel, wie Lidl und Netto, mit ihrer Haltungskennzeichnung Fakten.

Aber auch bei den wichtigen Akteuren in der Branche gebe es erfreulicherweise ein klares Bekenntnis zu einer Haltungs- und Herkunftskennzeichnung. Der Deutsche Bauernverband (DBV), der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) und die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN) sowie NGOs sprächen sich eindeutig für ein verbindliches staatliches Tierwohllabel aus. „Weshalb die Politik bei dem freiwilligen Tierwohllabel bleibt, ist mir angesichts der breiten Ablehnungsfront und deren überzeugender Argumente nicht nachvollziehbar“, so der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland, Uwe Bartels.

Das freiwillige Tierwohllabel sei nur ein weiteres Label in der Reihe vieler und führe zu einer weiteren Verdrängung von deutschen Fleischprodukten aus dem Bereich Großverbraucher/Gastronomie und ebenfalls zu einer Verdrängung aus dem Lebensmitteleinzelhandel. Dringend erforderlich sei ein für alle Vermarktungswege verpflichtendes Tierwohllabel. Ohne Verpflichtung würde der Großverbraucher- bzw. Restaurantmarkt - als nicht durch Kennzeichnung geprägten Absatzmarkt - für deutsche Fleischprodukte mit höherer Tierwohlqualität unerreichbar sein und mit ausländischen Produkten mit der Zeit bis zu 70% beliefert werden. Dies hätte entsprechende negative Auswirkungen für die deutschen Landwirte und Vermarkter.

Bartels erhofft sich einen raschen Kurswechsel weg von der Freiwilligkeit eines Tierwohllabels hin zu einer verbindlichen Haltungs- und Herkunftskennzeichnung. Einhergehend müsse eine Regelung beschlossen werden, die die finanziellen Mehrleistungen der Tierhalter vollständig und gesichert erstatte. Dies könne mit dem Instrument einer Fleischabgabe gesichert werden. Hierzu gebe es mittlerweile zunehmend mehr Zustimmung aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, so Bartels.