Aktuelles

30.12.2020 - Bauerndemos müssten Weckruf für Klöckner sein

Die Traktorendemos vor den Auslieferungslagern des LEH sind ein Weckruf für Politik und Handel, das endlose politische Taktieren und Verweigern fairer Handelspraktiken zu beenden.“ Jetzt räche sich, so der AEF- Vorsitzende und Ex- Agrarminister Uwe Bartels, das endlose Herumlavieren der Agrarministerin Julia Klöckner beim verpflichtenden Tierwohllabel, der Herkunftskennzeichnung und der umfassenden Umsetzung der UTP-Richtlinie in nationales Recht.

Aber auch jetzt warte Klöckner auf Reaktionen des LEH, statt endlich selber „klare Kante“ zu zeigen. Sie könnte die Richtlinie zum Ausschluss unfairer Handelspraktiken, die sie anfangs nur 1 : 1 umsetzen wollte, gemeinsam mit dem Parlament umfassend, d.h. unter Einbeziehung der kompletten grauen Liste, relativ schnell rechtswirksam werden lassen. Aldi war dazu ja Anfang Dezember bereit. Ebenso könnte die Ministerin die Herkunftskennzeichnung einführen.

Verhandelt werden sollte mit dem LEH die Forderung angemessener und verbindlicher Honorierung der von ihm geforderten Tierwohl- und Umweltstandards. Diese auch zur Messlatte seiner Zukäufe aus Importware und Convenience-Produkten zu machen, wäre ein weiteres Verhandlungsziel für einen Verhaltenskodex.

17.12.2020 - Weihnachts- und Neujahrswünsche

Das AEF wünscht allen besinnliche und segensreiche Festtage sowie für das kommende Jahr alles erdenklich Gute.

Wir danken für die gute Zusammenarbeit und freuen uns, gemeinsam mit Ihnen im nächsten Jahr die Herausforderungen der Agrar- und Ernährungswirtschaft tatkräftig anzugehen.

14.12.2020: Uwe Bartels & Dr. Barbara Grabkowsky - Was ist los im Silicon Valley der Agrarindustrie?

Podcast Winning togetherKaum jemand kennt die Agrarindustrie besser als der ehemalige Landwirtschaftsminister von Niedersachsen und Bürgermeister von Vechta, Uwe Bartels.

Gemeinsam sprechen wir mit der Expertin Dr. Barbara Grabkowsky über die aktuelle Situation und Trends in der Agrarbranche. Viel Spaß beim Anhören!

 

08.12.2020 - Erzeuger nicht auf Augenhöhe mit Handel

UTP kleinUm das Kräfteverhältnis und die Übermacht des Lebensmitteleinzelhandels gegen Landwirte und Erzeuger zu beleuchten, dazu hatte das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland 08.12.2020 zu einer Online-Tagung eingeladen. Eingeladen waren Vertreter aus Politik sowie Experten landwirtschaftlicher und genossenschaftlicher Verbände.

Im Detail ging es um die UTP-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken, die das EU-Parlament bereits Anfang des Jahres auf den Weg gebracht hat. Diese soll bis Mai 2021 in deutsches Recht umgewandelt werden; ein Kabinettsbeschluss liegt vor. Dieser geht eindeutig über die europäische Vorlage hinaus. So wurden nicht nur die Inhalte der sog. „schwarzen Liste“ 1:1 übernommen, sondern zum Teil auch Inhalte der „grauen Liste“, die problematische aber verhandelbare Praktiken beinhaltet. Um diese Positionen ringen derzeit die Fraktionen im Bundestag. Bereits im August 2020 hatte das AEF das Thema mit Experten aufgegriffen. Moderiert wurden beide Veranstaltungen von Johannes Eiken, dem Sprecher der AEF-Arbeitsgruppe „Strategien der Lebensmittelwirtschaft“.

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23.11.2020 - Bartels zum Borchert-Papier: "Was die Branche benötigt, sind keine Lippenbekenntnisse und Ideologiebremsen, sondern Offenheit für Innovationen."

AEF veröffentlicht Memorandum zu den Borchert-Empfehlungen

Borchert Empfehlungen websiteDas Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (kurz: AEF) postuliert in einem Memorandum Positionen der Branche zu den Borchert-Empfehlungen zum Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland. Dem Grundgerüst der Borchert’schen Pläne steht das AEF jedoch grundsätzlich positiv gegenüber. Das machte AEF-Vorsitzender Uwe Bartels in der Pressekonferenz vom 20.11.2020 deutlich. „Erstmalig liegt mit diesem Plan ein Konsens vor, der Zielbilder, Meilensteine und den Finanzrahmen für die Mehrarbeit und den Investitionsaufwand für den Umbau der Tierhaltung abbildet.“ Das AEF wolle sich nun mit diesem Memorandum pro-aktiv in den Diskussionsprozess auf Bundesebene einschalten. „Unser Ziel ist es, das Borchert-Konzept umsetzungsreif zu machen“, so Bartels. Erarbeitet wurden die Forderungen von der seitens des AEF etablierten Expertenkreises mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft unter Leitung von Dr. Ralf Kosch. 

Dabei sind zwei Kernforderungen für das AEF maßgeblich: Zum einen die Fokussierung auf die deutliche Erhöhung des Tierwohls. Grundsätzliches Ziel soll die Beibehaltung vorhandener Tierzahlen sein. Eine Reduzierung der Tierzahlen wegen der Nährstoffproblematik oder wegen klimapolitischer Ziele sollte dagegen nicht mit den Zielen des Borchert-Planes verknüpft werden. Die Branche vor Ort sei in der Lage, den anstehenden Transformationsprozess mit innovativen und zukunftsfähigen Lösungsansätzen sowie Leuchtturmprojekten, die auch die Aspekte Ressourcenschonung und Klimaanpassung einbezögen, anzugehen.

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